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Hamburg - Mit einem Protestmarsch gegen RB heizen die HSV-Fans das Duell mit dem Aufsteiger an. Der kontert gegen schwache Hamburger auf dem Platz - vor allem dank Timo Werner.

Der millionenschwere Aufsteiger RB Leipzig sorgt in der Bundesliga weiter für Furore und hat den Fehlstart des Hamburger SV perfekt gemacht. (Der Ticker zur Partie zum Nachlesen)

Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl setzte sich dank großer Effizienz am 3. Spieltag mit 4:0 (0:0) bei den Hanseaten durch und festigte damit seinen Platz in der Spitzengruppe. (Die Tabelle der Bundesliga)

Highlights der Partie in Bundesliga Pur, Sonntag ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1

Dem HSV um Coach Bruno Labbadia droht dagegen trotz einer über weite Strecken ordentlichen Vorstellung zunehmend Unruhe rund um den Volkspark. Das für mehr als 30 Millionen Euro verstärkte Team hinkt mit erst einem Punkt den eigenen Erwartungen hinterher.

"Knackpunkt war, dass wir vor der Halbzeit und zu unserer besten Phase in der zweiten Halbzeit kein Tor gemacht haben. Hätten Sie mir in der 60. Minute gesagt, wir verlieren das Spiel hier 4:0, hätte ich das nicht für möglich gehalten", sagte der HSV-Trainer nach der Klatsche gegen Leipzig.

Auch Lewis Holtby brachte seinen Unmut zum Ausdruck: "Wir haben 4:0 gegen Leipzig verloren - das sagt doch alles. Mir tut es für jeden von uns Leid, der heute unsere Farben tragen musste."

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Dass die Hamburger ausgerechnet gegen den ungeliebten Aufsteiger aus Leipzig eine derart herbe Klatsche kassierten, sorgte bei den Fans für zusätzliches Missfallen: Noch vor dem Spiel hatten zahlreiche HSV-Anhänger bei einem Protestmarsch ihre Abneigung gegen RB zum Ausdruck gebracht.

Adler verursacht Elfmeter

Emil Forsberg traf in der 66. Spielminute vor 52.998 Zuschauern per Foulelfmeter zur Führung der Gäste. Zuvor hatte Ex-Nationalspieler Rene Adler RB-Stürmer Timo Werner von den Beinen geholt.

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Nach einem Kopfball von Kapitän Willi Orban erhöhte kurz später Werner zum 2:0 (72.), fünf Minuten später traf er erneut. In der Nachspielzeit sorgte Davie Selke für das vierte Tor (90.+2). (Der 3. Spieltag im Überblick)

Timo Werner
Der eingewechselte Timo Werner erweist sich mit zwei Toren und einer Vorlage als Edel-Joker © iM Football

"Wir haben heute vor allem in der zweiten Hälfte unsere Spielzüge konsequent zu Ende gespielt und waren enorm effektiv. Dass wir am Ende 4:0 gewinnen, ist natürlich
unglaublich", sagte Edeljoker Werner nach der Partie.

Auch Mannschaftskollege Forsberg zeigte sich überglücklich: "Die zweite Hälfte war unfassbar, wir haben Hamburg mit unserem Pressing geschockt. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und unsere heutige Leistung."

Startelfdebüt für Douglas Santos beim HSV

Erstmals mit Olympiasieger Douglas Santos in der Startelf startete der HSV mutig und entschlossen in die Partie. Nach Spieleröffnung von Lewis Holtby suchten die Hanseaten über schnelle Kombinationen den emsigen Bobby Wood in der Sturmspitze.

Doch Leipzigs Keeper Peter Gulacsi musste in der Anfangsphase kaum eingreifen, seine Vordermänner zeigten sich hellwach.

Auf der Gegenseite war Adler schnell auf Betriebstemperatur. Yussuf Poulsen schaltete bereits in der dritten Spielminute den Turbo ein und suchte Sturmpartner Forsberg per Hereingabe - doch die HSV-Abwehr konnte klären. Auch die zweite Chance gehörte den überhaupt nicht schüchternen Gästen. Einen Kopfball von Marvin Compper holte Adler aus dem Winkel (14.).

Labbadia verbannt Lasogga auf die Tribüne

Labbadia, der den einst als Torjäger gefeierten Pierre-Michel Lasogga aus Leistungsgründen auf die Tribüne verbannt hatte, notierte aber auch vielversprechende Ansätze seines Teams.

Nicht nur bei Douglas Santos, der Ballsicherheit ausstrahlte. Angetrieben vom dribbelstarken Filip Kostic präsentierte sich auch die Offensive der Hanseaten durchaus gefällig.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätten die Gastgeber dann treffen müssen, doch Aaron Hunt scheiterte nach exaktem Kostic-Zuspiel an den Beinen von Gulacsi (45.+1), eine HSV-Führung wäre durchaus verdient gewesen.

RB Leipzig eiskalt vor dem Tor

Hasenhüttl sah Handlungsbedarf und brachte mit Wiederanpfiff Werner für den schwachen Naby Keita.

Doch auch im zweiten Durchgang blieb der Bundesliga-Dino gegen das jüngste Liga-Mitglied zunächst am Drücker - ohne dabei jedoch zu einer Vielzahl von Gelegenheiten zu kommen.

Besser machten es dann urplötzlich die Gäste. Mit der Coolness einer Spitzenmannschaft verwandelte Leipzig jeden Hochkaräter. (Die Statistiken des Spiels)

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