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Vedad Ibisevic (r.) traf zur Führung für die Hertha © Getty Images

Ingolstadt - Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Hertha BSC gelingt mit den Erfolgen über Freiburg und Ingolstadt ein optimaler Auftakt in die Bundesliga-Saison. Trainer Pal Dardai bremst.

Hertha BSC hat einen perfekten und zugleich historischen Saisonstart in der Bundesliga hingelegt: Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte ist die Alte Dame mit zwei Erfolgen in eine neue Spielzeit gestartet.

Die Hauptstädter gewannen nach dem Auftaktsieg zu Hause gegen Freiburg auch ihr erstes Auswärtsspiel 2:0 (1:0) beim FC Ingolstadt und holten damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Von Nachwehen des Europa-League-Ausscheidens ist bei der Hertha nun endgültig nichts mehr zu spüren.

Trainer Pal Dardai wollte den historischen Bundesliga-Start seiner Mannschaft jedoch bloß nicht überbewerten. "Ich werde jetzt bestimmt keinen Sekt öffnen", sagte er nach der Partie in Ingolstadt. "Wir müssen realistisch bleiben und dürfen nicht gleich von der Champions League oder so etwas reden."

Bei den Schanzern ging dagegen das Heimdebüt von Trainer Markus Kauczinski schief. Berlin bleibt damit für Ingolstadt ein Angstgegner, auch im siebten Pflichtspiel verpassten die Donaustädter den ersten Erfolg gegen die Hertha.

Frühe Führung für die Gäste

Positiv war bei Dardais Elf neben dem Ergebnis und der Einsatzbereitschaft vor allem die Effizienz vor dem Tor. Chancen gab es in überschaubarem Ausmaß, doch Vedad Ibisevic (8.) nutzte gleich die erste und der für ihn eingewechselte Joker Julian Schieber (86.) eine der wenigen folgenden. (Tabelle der Bundesliga)

"Ein dickes Lob an die Mannschaft, jeder ist an die Grenzen gegangen. Wir haben umgesetzt, was wir wollten. Es war eine ganz andere zweite Halbzeit, aber wir haben das gut überlebt. Ich bin sehr zufrieden", so der Hertha-Coach.

Für die überwiegend abschlussschwachen Gastgeber hatte Stürmer Dario Lezcano (35.) bis zur Schlussphase die größte Chance. Der Paraguayer scheiterte aber an Herthas Rune Jarstein, der im Duell der norwegischen Nationalkeeper einen starken Auftritt zeigte. Ibisevic (53.) verpasste zudem per Kopf einen weiteren Treffer.

Schanzer mit unnötigen Fehlern

Der FCI leistete sich in der Vorwärtsbewegung einen unnötigen Ballverlust, gedankenschnell steckte der Japaner Genki Haraguchi den Ball auf Ibisevic durch - und der spielte seine Torjägerqualitäten aus. (Der Ticker zum Nachlesen)

Das Spiel behielt diesen Charakter bei. Ingolstadt mühte sich redlich, mit den eher beschränkten kreativen Mitteln sprang allerdings wenig Zwingendes heraus.

Die Dardai-Elf lauerte auf weitere Gegenstöße, die sich auch ergaben, zumeist aber nicht konsequent durchgespielt wurden. Offenkundig war aber die fußballerische Überlegenheit der Berliner, die sich - so schien es lange - eigentlich nur selbst um den Lohn bringen konnten.

Auf der anderen Seite hatte der Franzose Marcel Tisserand, für kolportierte drei Millionen Euro vom AS Monaco gekommen und der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte, bei seinem Debüt noch Anpassungsprobleme. (Die Statistiken des Spiels)

Hertha war aber nicht gierig genug, um das Spiel frühzeitig deutlicher in die eigene Richtung zu lenken, technische und taktische Schludrigkeiten schlichen sich ein.

FCI wird nicht belohnt

Ingolstadt bekam dadurch Oberwasser und war nach der Pause die bessere Mannschaft, wurde aber nicht belohnt.

"In der zweiten Halbzeit haben wir es bis zum Schluss probiert und hatten auch eine starke Druckphase. Wir haben da einfach das Tor nicht gemacht, weil wir hier und da zu umständlich waren", bemängelte FCI-Trainer Markus Kauczinski nach der Partie.

Auch wenn der Dardai-Elf der Saisonstart den Ergebnissen nach geglückt ist, diese Leistung ließ noch Luft nach oben. (Spielplan und Ergebnisse)

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