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München und Bremen - Frank Baumann erklärt bei SPORT1 Werders Festhalten an Trainer Viktor Skripnik. Ein Grund ist der Absturz des VfB. Hoffnungsträger Serge Gnabry gelobt Besserung.

Zwei Spiele, 1:8 Tore, null Punkte: der Saisonstart des SV Werder Bremen war einer zum Vergessen.

Der mageren Bilanz zum Trotz halten die Grün-Weißen an Trainer Viktor Skripnik fest, obwohl der Ukrainer vor dem schwierigen Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 18 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) mächtig in der Kritik steht.

(Mehr zur Werder-Krise ab 18.30 Uhr in Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1)

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"Viktor hat schon einige Krisen gemeistert", sagt Geschäftsführer Sport Frank Baumann im Gespräch mit SPORT1. "Vor zwei Jahren hat er die Mannschaft als Tabellenletzter mit vier Punkten aus neun Spielen übernommen und dann fast in die Europa League geführt", erklärt Baumann.

Warnendes Beispiel Stuttgart

Die Kritik scheint Skripnik nichts auszumachen, wie Neuzugang Serge Gnabry berichtet: "Er macht seine Sache weiter wie davor. Von außen wirkt da viel ein, aber wir als Team müssen zusammenhalten."

Baumann ist davon überzeugt, dass dem Verein "Ruhe gut tut". Ein warnendes Beispiel sei der inzwischen zweitklassige VfB Stuttgart, bei dem am Donnerstag Chefcoach Jos Luhukay zurücktrat: "Wie bei Hannover 96 gab es dort in der vergangenen Saison viele Trainerwechsel. Man hat es nicht geschafft, Kontinuität reinzubringen und noch mehr Unruhe verursacht. Dadurch musste man letztendlich in die Zweite Liga gehen", meint Baumann.

Außerdem müsse man in Bremen die aktuelle Personalsituation berücksichtigen: "Wir haben sehr viele neue Spieler und einige Leistungsträger, die durch Verletzung weggebrochen sind", führt Baumann aus. Bis auf die Langzeitverletzten Max Kruse und Luca Caldirola könne man bei allen Ausfällen hoffen, dass sie innerhalb der nächsten Wochen wieder zur Verfügung stehen.

"Will Führungsrolle übernehmen"

Mit Gnabry ist immerhin eine der prominenten Verpflichtungen des Sommers fit. Der als Hoffnungsträger geholte 21-Jährige will die Bremer aus dem Tabellenkeller führen und dabei vorangehen: "Ich will die Führungsrolle übernehmen, ich muss mit meinen Mitspielern mehr reden", erklärt Gnabry.

In Werders Mannschaft sieht er "viel Potenzial". Aus der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg könne man Positives für das kommende Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mitnehmen.

"Wir haben das Spiel gegen Augsburg in den ersten 50 bis 60 Minuten dominiert und haben dann ein Gegentor bekommen, das wir nicht bekommen dürfen", sagt Gnabry: "Wenn wir am Samstag eine ähnliche Leistung abrufen, werden wir punkten."

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