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Niko Kovac und Pal Dardai
Niko Kovac und Pal Dardai waren einst Mannschaftskollegen bei der Hertha © imago

Die Ex-Mannschaftskollegen Kovac und Dardai können beide gut mit dem Remis leben. Die Einigkeit der "Kiezkumpels" spiegelt sich auch in der Tabelle wider.

Im Duell der Berliner "Kiezkumpel" gab es sechs Tore, aber keinen Sieger. Niko Kovac und Pal Dardai waren dennoch zufrieden, wenn auch nur aus alter Verbundenheit.

Niko Kovac und Pal Dardai hatten sich viel zu erzählen. Kurz bevor die beiden Trainer das verrückte 3:3 (2:1) von Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC erklären mussten, steckten die beiden Kumpels aus alten Berliner Zeiten noch einmal die Köpfe zusammen - und sie gaben anschließend grinsend zu, dass es kaum ein besseres Ergebnis hätte geben können. (Der Liveticker zum Nachlesen)

Trainer sind sich einig

"Ich bin froh, dass beide einen Punkt geholt haben und keiner den Platz als Verlierer verlassen musste", sagte Eintracht-Coach Kovac, der als Profi drei Spielzeiten lang gemeinsam mit Dardai im Hertha-Mittelfeld aufgeräumt hatte.

Der gebürtige Berliner war sichtlich bewegt nach dem für ihn "besonderen" Spiel. "Ich wünsche meiner Hertha und Pal alles Gute", sagte der 44-Jährige und verabschiedete sich per Umarmung von Dardai.

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC
Auch die Statistiken belegen: Die Partie war insgesamt ausgeglichen © iM Football

Die Einigkeit der "Kiezkumpels" spiegelt sich nach fünf Spieltagen auch in der Tabelle wider. Mit jeweils zehn Punkten und nur einer Niederlage sind beide Klubs besser gestartet als erwartet. (SERVICE: Die Bundesliga-Tabelle)

"Wir haben zwischendurch ein bisschen den Faden verloren, aber wir sind charakterlich auf einem sehr guten Weg", sagte Kovac, dessen Team erst in der 92. Minute durch Michael Hector zum Ausgleich gekommen war: "Wenn man so zurückkommt, bedeutet das, dass man unter'm Strich viel gut gemacht hat."

Insgesamt drei Führungswechsel

Entsprechend "bitter" traf das späte Gegentor die Berliner. "Wir hätten hier verdient gewonnen", sagte Vedad Ibisevic, der die Hertha per Foulelfmeter in Führung (19.) und mit seinem Tor zum 2:2 (58.) zurück ins Spiel gebracht hatte: "Das war einfach unglücklich und tut am Ende schon weh."

Der Treffer des erst zur zweiten Halbzeit eingewechselten Alexander Esswein ("Das tut doppelt weh") in der 65. Minute reichte nicht. Für Frankfurt trafen vor 45.000 Zuschauern vor Hector auch noch Torjäger Alexander Meier (45.) und Marco Fabian (39.). Insgesamt gab es drei Führungswechsel.

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Beide glücklich mit dem Punkt

"Ich denke, ich sehe das genau wie Niko - es sind zu viele Tore gefallen. Das ist nur schön für die Zuschauer", sagte Dardai: "Wir haben alles unter Kontrolle und dann dreht sich das Spiel." Dennoch war der 40-Jährige "glücklich" mit dem Punkt - Kumpel Kovac war es ja schließlich auch.

"Das müssen wir auch sein", sagte der Eintracht-Trainer, der nach vier Punkten aus der englischen Woche insgesamt "sehr zufrieden" war. "Man kann nicht immer erwarten, Mannschaften wie Hertha, die meiner Meinung nach in den oberen Bereich gehört, zu schlagen", sagte der Kroate, der seinem Team bis Dienstag frei gab.

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