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Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick sieht Parallelen zu Dortmund und macht eine kuriose Traditions-Rechnung auf. Er wirbt um ein gemeinsames Essen mit den BVB-Bossen.

In Leipzig kommt es am Samstag zum mit Spannung erwarteten Duell der Gegensätze. Aufsteiger und Bundesliga-Neuling RB Leipzig empfängt zu seiner Heimpremiere in der Bundesliga Vizemeister Borussia Dortmund (ab 18 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Im Vorfeld der Partie wurde schon ersichtlich, dass es sich eben nicht nur um ein normales Bundesliga-Spiel handelt.

Die Klubs zofften sich wegen eines Fan-Schals, BVB-Fans boykottieren das Spiel und dann auch noch der angebliche Wut-Anfall von Ralf Rangnick wegen der Absage von Thomas Tuchel.

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Rangnick: "Es gibt Parallelen"

Alles halb so wild, versicherte nun der RB-Sportdirektor: "Der BVB hat sich mit Herrn Watzke, Michael Zorc, Jürgen Klopp und jetzt Thomas Tuchel in den letzten zehn Jahren sehr gut aufgestellt. Das ist gut und muss man einfach so akzeptieren." 

Zwischen den beiden Vereinen will der Schwabe gar Parallelen erkennen: "Dortmund weiß, dass wir einen Plan vor Augen haben. Deshalb ist der gegenseitige Respekt da. Dass es Parallelen zwischen den Vereinen gibt, ist offensichtlich."

Deshalb kann er sich auch ein gemeinsames Essen vorstellen. "Ich habe Zeit und würde auf jeden Fall hingehen. Ob und wo es stattfindet, kann ich nicht beantworten. Da beide Vereine aber sehr auf gesundes Essen achten, gibt es bestimmt nichts Schlechtes", blickte er voraus.

Dass die Leipziger genau 100 Jahre nach dem BVB gegründet wurden, spielt für ihn nur eine untergeordnete Rolle. "Am Ende kommt der alte Spruch: In 500 Jahren sind es zwar immer noch 100 Jahre Unterschied. Aber der BVB ist dann 500 Jahre alt und wir 400", sagte Rangnick.

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"Da geht die Welt nicht unter"

Die ganze Stadt werde am Samstagabend wohl auf den Beinen sein: "Es ist das Topspiel um 18.30 Uhr. Ein außergewöhnliches Erlebnis, für alle. Endlich wieder Bundesliga. Wir hätten doppelt so viele Karten verkaufen können."

Dann werden laut dem 58-Jährigen auch die ganzen Nebengeräusche um Fanschals und Boykott in den Hintergrund rücken: "Innerhalb von 20 Minuten waren 4.200 Karten verkauft. Das kann doch keiner ernst nehmen. Am liebsten wären 15.000 gekommen."

Auch das Thema Fanschal sieht Rangnick ganz pragmatisch: "Die Initiative ging von uns aus. Wir wollten einfach einen Begegnungsschal haben, weil es sich um das erste Bundesliga-Heimspiel handelt. Der BVB wollte das eben nicht. Für mich geht da aber nicht die Welt unter."

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