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Wolfgang Overath
Wolfgang Overath lag lange mit dem 1. FC Köln im Streit © Getty Images

Der ehemalige Präsident deutet ein Versöhnungsgespräch mit Erzfeind Werner Spinner an. Auch eine Wiedereingliederung in "seinen" 1. FC Köln scheint möglich.

Zwischen Wolfgang Overath und dem 1. FC Köln stehen nach einer diskreten Annäherungsphase konkrete Versöhnungsgespräche offenbar unmittelbar bevor.

In Interviews mit der Kölnischen Rundschau/Bonner General-Anzeiger und dem Express deutete das FC-Idol gut fünf Jahre nach seinem überraschenden Rücktritt als Vereinspräsident ein Treffen mit seinem Nachfolger und einstigen Intimfeind Werner Spinner an.

Bei entsprechendem Ausgang der Gespräche kann sich der 72 Jahre alte Weltmeister von 1974 auch wieder Besuche von FC-Spielen im Kölner Stadion vorstellen.

"Ich bin kein Mensch, der ewig Streit verträgt, und hoffe, dass wir einen Weg finden. Unmöglich, dass ich sage, mit dem FC will ich nichts mehr zu tun haben. Ich möchte das Verhältnis zu meinem Klub wieder so haben, wie es vorher war. Deshalb bin ich zu Gesprächen bereit", sagte Overath.

Welche Vorstellungen der frühere Mittelfeldstar von einer Wiedereingliederung ins Vereinsleben hat, blieb in den Interviews offen.

Nach Angaben des 81-maligen Nationalspielers ist die Initiative zur Normalisierung seiner seit Jahren eingefrorenen Beziehung zu den Geißböcken von FC-Boss Spinner ausgegangen. Besonders aber hätte sich Kölns Vizepräsident und Ex-Nationaltorwart Toni Schumacher in den zurückliegenden Monaten "am meisten um mich bemüht". 

Overath war von 2004 bis 2011 Präsident des ersten Bundesliga-Meisters. Aufgrund von Kritik an seinem Führungsstil auch aus Spinners Lager erklärte der Siegburger völlig unerwartet seinen Rücktritt. Seitdem war Overath bei keinem Spiel der Rheinländer mehr im RheinEnergie-Stadion.

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