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SC Freiburg v FC Augsburg - Bundesliga
Freiburger Jubeltraube: Mike Frantz (r.) herzt Torschütze Nils Petersen (2.v.r.) © Getty Images

Freiburg - Der SC Freiburg gewinnt gegen den FC Augsburg sein zehntes Heimspiel in Folge. Joker Nils Petersen sticht, Augsburg vergibt am Ende noch beste Gelegenheiten.

Das eigene Stadion wird für den SC Freiburg immer mehr zum Faustpfand für eine sorgenfreie Saison in der Fußball-Bundesliga.

Der Aufsteiger setzte sich am 8. Spieltag 2:1 (0:0) gegen den FC Augsburg durch und baute damit seinen Heimspiel-Rekord auf zehn Siege in Folge aus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Maximilian Philipp (66.) und Joker Nils Petersen (78.) trafen für den SC, der auswärts dagegen alle vier bisherigen Saisonspiele verloren hat. Halil Altintop (84.) verkürzte kurz vor Schluss für den FCA. (Statistik zum Spiel)

FCA-Trainer Dirk Schuster haderte mit dem Ergebnis: "Wir haben bei beiden Gegentoren kräftig mitgeholfen. So ein Auswärtsspiel darf man eigentlich nicht verlieren", sagte Schuster am Sky-Mikrofon.

SC-Trainer Christian Streich sah zwar ein "enges Spiel", jedoch keinen unverdienten Sieg für seine Mannschaft.

Langweiler in Halbzeit eins

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion sahen zu Beginn einen echten Langweiler. Die erste Viertelstunde hatte nicht einen nennenswerten Höhepunkt zu bieten. (Tabelle der Bundesliga)

Beide Mannschaften scheuten das Risiko und neutralisierten sich im Mittelfeld. Nicht einmal SC-Trainer Christian Streich sorgte für die sonst gewohnte Unterhaltung an der Seitenlinie, der Coach verfolgte die Partie zunächst im Sitzen. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

In der 16. Minute musste Streich, dem Marc Oliver Kempf, Lukas Kübler und Havard Nielsen angeschlagen fehlten, allerdings handeln.

Der albanische EM-Teilnehmer Amir Abrashi musste verletzt vom Platz, für ihn brachte der Coach den Spanier Marc Torrejon. Der neue Mann ging in die Innenverteidigung, Nicolas Höfler wechselte für Abrashi ins Mittelfeld.

Gefahr aus der Distanz

Kurz darauf erarbeiteten sich die Augsburger, die ohne Alfred Finbogasson Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Jeffrey Gouweleeuw, Caiuby und Raul Bobadilla auskommen mussten, die ersten Chancen.

Gojko Kacar und Dong Won Ji konnten den Freiburger Torhüter Alexander Schhwolow mit ihren Distanzschüssen aber nicht überwinden (beide 20.).

Auf die erste Möglichkeit der Gastgeber mussten die Fans bis zur 32. Minute warten. Florian Niederlechner verpasste eine Hereingabe von Onur Bulut.

Mehr hatte der SC vor der Pause nicht zu bieten. Das torlose Remis nach dem ersten Durchgang war das absolut passende Ergebnis zu einer trostlosen Partie.

Joker Petersen sticht

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten zunächst nahtlos fort. Weder die Augsburger noch die Freiburger brachten in der Offensive etwas zustande.

Die Defensivreihen hatten das Geschehen im Griff. Nach 55 Minuten hatte Streich genug von den harmlosen Bemühungen seiner Elf gesehen. Der Coach brachte Stürmer Petersen für Niederlechner.

Die Maßnahme brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Auch nach 65 Minuten passierte vor den beiden Toren so gut wie nichts, die Strafräume schienen tabu zu sein.

Das vierte Saisontor Philipps nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo fiel wie aus dem Nichts. Kurz darauf erhöhte Petersen nach glänzender Vorarbeit von Philipp auf 2:0.

Für den 27-Jährigen war es bereits das 13. Joker-Tor seiner Karriere, das bedeutet Platz fünf in der Rangliste der besten Bundesliga-Joker. Altintop sorgte noch einmal für Spannung.

Highlights der Bundesliga-Spiele am Sonntag um 9.15 Uhr im TV auf SPORT1 in Bundesliga Pur

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