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Werden die TV-Gelder in der Bundesliga künftig anders verteilt?
Ein Experte sieht Vorteile in der Abschaffung der 50+1 Regel © Getty Images

Richard Perna, ein Investmentbanker, plädiert für eine Abschaffung der 50+1-Regel. Ausländische Investoren hätten großes Interesse an den Bundesliga-Klubs.

Richard Perna von der Investmentbank Park Lane sieht die Bundesliga nach den neuen TV-Verträgen in England und Spanien unter Zugzwang - und wirbt für die Abschaffung der 50+1-Regel.

"Der Handlungsdruck wird größer", sagte Perna dem kicker.

"Chancengleichheit würde wachsen"

Der 48-Jährige, der seit Jahren in den US-Ligen und in England aktiv ist und unter anderem den Verkauf des NBA-Klubs Detroit Pistons (400 Millionen Dollar) gestaltete, spricht vom großen Interesse ausländischer Investoren an der Bundesliga und ihren Klubs.

Sollte die 50+1-Regel, die besagt, dass ein Klub immer die Mehrheit der Anteile an einer ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaft halten muss, fallen, würde das "der Liga sehr helfen" und die "Chancengleichheit würde wachsen", sagte er im Fachmagazin. Vor allem Klubs vom Tabellenende der Bundesliga sowie Zweitligisten seien "attraktive Partner für potenzielle Anteilseigner aus den USA".

Auch Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode hatte zuletzt erneut die Abschaffung der 50+1-Regel gefordert. Die Mehrheit der deutschen Fans steht allerdings dem Einstieg ausländischer Investoren skeptisch gegenüber. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will allerdings an der 50+1-Regel nicht rütteln.

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