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Bayern Muenchen v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Carlo Ancelotti hat einen Dreijahres-Vertrag in München unterschrieben © Getty Images

Der Bayern-Trainer denkt bereits an die Zukunft nach 2019, dabei hat er offenbar zwei Möglichkeiten. Mit einer Ansprache habe er die Mannschaft überrascht.

Obwohl der Vertrag von Carlo Ancelotti beim FC Bayern noch bis 2019 läuft, denkt der Trainer bereits an die Zeit danach.

"In Italien wollen sie, dass ich zum Nationalteam zurückkomme. Aber jetzt ist nicht die Zeit dafür", erklärte der Italiener der Daily Mail.

"Normalerweise bleibe ich in einem Klub für zwei Jahre, wie bei Chelsea. In Paris war ich anderthalb Jahre, in Madrid zwei Jahre. Ich würde hier gerne ein bisschen länger bleiben - anschließend muss ich mich zwischen England oder Italien entscheiden."

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Sobald die Zeit in München beendet ist, kommen für den 57-Jährigen also offenbar nur die Nationalmannschaften von England und Italien infrage.

Auf die "Three Lions" angesprochen zuckte der Coach mit den Achseln: "Aber Southgate (Interimstrainer Englands, Anm. d. Red.) ...Warum nicht? Aber später. Sie haben mich jetzt gefragt. Und zuerst kommt die italienische Nationalmannschaft."

"Müssen im April bereit sein"

Auch über die Ziele in dieser Saison hat Ancelotti eine klare Meinung: Das Triple muss her.

"Ich denke, das Ziel in der Champions League ist, dass wir im April bereit sein müssen. Wir müssen physisch und psychisch gut in Form und auf die kleinen Details fokussiert sein. Um die Champions League zu gewinnen, musst du alles haben", erklärte Ancelotti. Das erste Ziel sei jedoch, die Vorrundengruppe zu gewinnen.

Sieht Ancelotti seine Ziele gefährdet, ändert er auch seinen Umgang mit dem Team. "Alle waren überrascht, als ich letzte Woche gegenüber meinen Spielern laut wurde, weil ich mit dem Spiel nicht glücklich war", meinte er mit Blick auf das 2:2 bei Eintracht Frankfurt:

"Aber ich habe den Spielern gesagt, dass sie nicht überrascht sein müssen. Wenn ich denke, dass Dinge schieflaufen, muss ich hart sein."

Ancelotti bevorzugt ruhige Art

Dennoch sei dies nicht seine bevorzuge Art, mit dem Team zu sprechen. "Das ist nicht mein Stil. Auf diese Weise kann ich nicht immer hart sein. Weil ich denke, dass es keine gute Art ist. Als Trainer werden wir jede Saison, jeden Monat und jeden Tag bewertet. Aber wenn du eine Mannschaft trainierst, musst du deinen Charakter zeigen. Du kannst nichts vorspielen. Du kannst deine Spieler nicht anlügen. Das ist mein Stil. Aber klar, wenn es mal einen Grund gibt, musst du hart sein."

Das Donnerwetter scheint gewirkt zu haben - nach dem schwachen Spiel gegen Frankfurt folgten zwei Siege gegen Eindhoven (4:1) und Borussia Mönchengladbach (2:0).

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