vergrößernverkleinern
Franco Di Santo bereitete in seinem 79. Bundesligaspiel erstmals zwei Tore vor © Getty Images

Gelsenkirchen und München - In Augsburg fehlte Franco Di Santo noch im Kader, gegen Mainz ist der Argentinier der Wegbereiter des Schalker Erfolgs - und sorgt ganz nebenbei für eine Premiere.

Den Sonderapplaus hatte sich Franco Di Santo redlich verdient.

In der 81. Minute gönnte Trainer Markus Weinzierl seinem Stürmer die große Bühne. Wie bereits in der UEFA Europa League gegen FK Krasnodar (1:0) stand Di Santo auch in der Bundesliga beim 3:0-Sieg gegen Mainz 05 erstmals seit dem 1. Spieltag wieder in der Startelf des FC Schalke 04.

Und der überraschende Plan Weinzierls, der den Argentinier vergangene Woche in Augsburg nicht berücksichtigte, ging auf.

Erster Assist seit August 2015

Zunächst legte der 27-Jährige Nabil Bentalebs Führungstreffer gekonnt mit der Brust auf - seine erste Torvorlage seit August 2015.

Audio

Kurz nach der Pause leistete Di Santo nach energischem Nachsetzen seinen zweiten Assist für Max Meyer. Damit gelangen ihm in seinem 79. Bundesligaeinsatz erstmals zwei Torvorbereitungen in einem Spiel.

"Wenn er jetzt Selbstvertrauen tankt, wird er uns in den nächsten Wochen richtig weiterhelfen", sagte Weinzierl bei Sky.

Weinzierl: "Kenne seine Qualitäten"

Der im vergangenen Sommer für sechs Millionen Euro von Werder Bremen gekommene Stürmer wurde nach einer enttäuschenden Debütsaison mit nur zwei Toren und einer Vorlage bereits als Flop abgestempelt.

© iM Football

Nun weckt er Hoffnungen auf einen erfolgreichen zweiten Anlauf. "Ich kenne seine Qualitäten, aber er hat hier auf Schalke einen schweren Stand. Ich freue mich, dass er es so gut gemacht hat", sagte Weinzierl.

Neben den beiden Assists überzeugte Di Santo als Malocher an vorderster Front, führte die drittmeisten Zweikämpfe aller Schalker und gewann davon starke 63 Prozent.

"Von außen werden Stürmer oftmals nur an Toren gemessen", beklagte Manager Christian Heidel. "Für unser Spiel sind Spieler wichtig, die vorne die Abwehr beschäftigen, die 20, 30, 40 Zweikämpfe führen und damit Unruhe in die gegnerische Abwehr bringen. Was Franco Di Santo abgeliefert hat, war vorbildlich."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel