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SC Freiburg v FC Augsburg - Bundesliga
Nils Petersen und Maximilian Philipp (v.l.) sorgten für den nächsten Freiburger Heimsieg © Getty Images

Freiburg - Freiburg baut gegen Augsburg seine beeindruckende Heimserie aus und scherzt über seine Auswärtsschwäche. "Unheimlich" wird es Trainer Christian Streich deswegen nicht.

Noch weit nach dem Abpfiff versuchte Christian Streich bei einem Espresso, die zwei Gesichter seiner Mannschaft zu erklären.

"Es gibt einen Unterschied, der ist aber ganz klein. Es ist ganz eng. Es ist nicht so, wie die Ergebnisse aussehen", sagte der Trainer des SC Freiburg im Anschluss an das 2:1 (0:0) gegen den FC Augsburg.

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Freiburg zeigt zwei Gesichter 

Zu Hause hat der Aufsteiger saisonübergreifend zehn Spiele in Folge gewonnen, auswärts dagegen alle vier bisherigen Partien verloren.

Eine Regel will Streich trotz dieses eindeutigen Trends nicht daraus ableiten. "Durch die vielen Erfolgserlebnisse in der Zweiten Liga ist das Vertrauen zu Hause da", erklärte der Coach: "Und trotzdem: Wenn es blöd läuft, verlieren wir gegen Augsburg. Andererseits hätten wir auswärts schon punkten können, hatten aber ein bisschen Pech."

Streich scherzt mit Journalisten 

Pech hatte auch der Fragesteller, der von Streich wissen wollte, ob ihm die Heimserie langsam unheimlich wird. Schließlich erntete der Trainer mit seiner Antwort zahlreiche Lacher. "Wenn man immer gewinnt, wird es einem nicht unheimlich", sagte der 51-Jährige: "Wenn man immer verliert, dann wird es einem unheimlich."

© iM Football

Eine Niederlage hätte der SC gegen den FCA zwar nicht verdient gehabt, der Dreier vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion war dennoch schmeichelhaft.

Nachdem Maximilian Philipp (66.) und Joker Nils Petersen (78.) die Gastgeber in Führung gebracht hatten, verkürzte Halil Altintop (84.), anschließend hatten die Gäste sogar noch Chancen auf den Ausgleich.

So sah es auch FCA-Manager Stefan Reuter. "Ein Punkt wäre verdient gewesen. Deshalb ist es extrem ärgerlich und enttäuschend", sagte der Weltmeister von 1990, der mit seinem Klub am Mittwoch im DFB-Pokal auf seinen früheren Arbeitgeber Bayern München trifft: "Natürlich sind die Bayern Favorit. Aber wir wollen immer für eine positive Überraschung sorgen."

Kampf gegen den Auswärtsfluch

Genau das planen auch die Breisgauer - und zwar mit einem Erfolgserlebnis am Samstag. Bei Werder Bremen - auswärts. "Wir sind Profis, wir werden gut bezahlt. Deshalb müssen wir auswärts mal die Ärmel hochkrempeln, sonst stehen wir immer zu Hause unter Zugzwang", sagte Petersen: "Es wäre schön, wenn wir den Spieß umdrehen könnten."

Petersens Teamkollege Onur Bulut hält allerdings auch eine andere Strategie für möglich. "Wenn wir zu Hause immer gewinnen, dann unterschreibe ich gerne, dass wir auswärts alle Spiele verlieren", sagte der Mittelfeldspieler mit einem Augenzwinkern: "Im Fußball gibt es manchmal Dinge, die nicht zu erklären sind - unsere Serien gehören wohl dazu." (Die Tabelle der Bundesliga)

Vor dem Spiel in Bremen steht für den SC am Dienstag übrigens noch der Pokal auf dem Programm. Gegen den Zweitligisten SV Sandhausen. Zu Hause.

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