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Sokratis (l.) gegen Klaas-Jan Huntelaar (r.) heißt es auch am Samstag beim 149. Revierderby der Geschichte © Getty Images

Dortmund und Schalke treffen sich zum 149. Revierderby der Geschichte. Klaas-Jan Huntelaar wird S04 verletzt fehlen. SPORT1 hat alle Infos zum Pott-Knaller.

Wenn Tabellenstände in den Hintergrund rücken, die ganze Stadt von nichts anderem mehr spricht und die Fans in die verbotene Zone reisen müssen, dann ist - entweder KSC gegen den VfB (So., ab 13.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) - oder eben: Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04.

Am Samstag um 18.30 Uhr (LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) steigt das größte Derby Deutschlands im Signal-Iduna-Park, SPORT1 hat die letzten Infos zum Derbykracher Schwarz-Gelb gegen Königsblau.

- Die Verletzten

Vor allem der BVB hat derzeit mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, bei Schalke gibt es aber eine Hiobsbotschaft zu verkraften: Stürmer Klaas-Jan Huntelaar zog sich im Abschlusstraining eine Außenbandverletzung zu und wird wochenlang fehlen. Bis auf Franco di Santo und Leon Goretzka, die beide zuletzt wegen "leichter Probleme" nur Lauftraining absolvieren konnten, kann Weinzierl aber aus dem Vollen schöpfen.

Bei dem Duo soll ebenfalls das Abschlusstraining Aufschluss über etwaige Einsatzchancen geben.

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Bei den Schwarz-Gelben ist die Lage dagegen etwas verzwickter. Zwar kehrt der in Ingolstadt schmerzlich vermisste Sokratis nach muskulären Problemen wieder in die Mannschaft zurück, ebenso wie Andre Schürrle, der nach seiner Knieverletzung und "zwei Trainingseinheiten" wieder im Kader steht. 

Bei Neuzugang Raphael Guerreiro (Faserriss) werde es dagegen "sehr knapp", ebenso bei Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang. Beim Gabuner könne man aber "eine Ausnahme machen", wie Tuchel betonte, und erst am Spieltag einen Einsatz ausloten, da seine "Verletzung nicht schlimmer werden" könne, so Tuchel auf der Pressekonferenz.

Der 27-Jährige bekam nach einem Schlag eine dicke Wade, verpasste dadurch auch das Pokalspiel in Berlin. Gäste-Trainer Markus Weinzierl geht allerdings fest davon aus, dass Aubameyang spielen kann.

- Die Trainer

Thomas Tuchel gegen Markus Weinzierl: Gebürtiger Schwabe gegen gebürtigen Bayer, Vizemeister gegen Derbynovize. Während der Ex-Mainzer in den zwei Derbys im letzten Jahr noch keine Niederlage einstecken musste, ist das Revierderby für Markus Weinzierl gänzliches Neuland.

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Auf den beiden Pressekonferenzen war das auch im Vorfeld zu spüren. War bei Tuchel eine freudige Anspannung zu vernehmen, gab sich Weinzierl, übrigens in Begleitung seines Managers Christian Heidel, der ebenfalls zum ersten Mal ein solches Derby als Verantwortlicher erleben darf, etwas verkrampfter.

"Wie ein Pokalfinale" fühle sich dieses Spiel an, so Tuchel, der im letzten Jahr im Rückspiel (2:2) Prügel für seine Aufstellung mit einer B-Elf einstecken musste. Damals schonte er einige Stammkräfte für das Europa-League-Halbfinale gegen Liverpool und verspielte so die letzten Chancen auf die Meisterschaft.

Unverständnis kam damals vor allem von den Fans, für die das Spiel gegen die "Männermannschaft Schalke" (Tuchel) das Highlight der Saison bedeutet.

Markus Weinzierl verspüre dagegen schon ein "Kribbeln", und auch wenn kaum mehr Spieler aus der Region kommen, wisse doch jeder "was dieses Spiel den Leuten bedeutet."

Der 41-Jährige wurde zudem nicht müde, die aktuelle Formkurve der beiden Klubs zu betonen...

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- Die Form

Auch wenn der BVB immer noch doppelt so viele Punkte (14), doppelt so viele Siege (4) und doppelt so viele Tore (20) wie der FC Schalke verbuchen kann, so spricht die aktuelle Formkurve klar für die Knappen.

Drei Spiele sind die ehemaligen Eurofighter in der Liga nun ungeschlagen, der BVB im gleichen Zeitraum ohne einen einzigen Sieg. Und: Kein Team erzielte im Oktober mehr Tore als S04, dazu kommen die Neuzugänge um Nabil Bentaleb (Tore gegen Mainz und Augsburg) und Yevgen Konoplyanka (Tor gegen Krasnodar) immer besser in Fahrt.

Allerdings: Der BVB ist seit 25 Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen - Vereinsrekord!

- Die Statistik

Das 149. Revierderby ist das 89. in der Bundesliga, dabei sprangen bisher 32 Siege für Dortmund und 30 für Schalke (bei 26 Unentschieden) heraus. 

Klaas-Jan Huntelaar erzielte in seinen elf Revierderbys in der Bundesliga fünf Tore, wäre mit sechs Treffern neuer Schalker Rekordmann. Doch der verletzte Holländer kann erst wieder im Rückspiel eingreifen.

Sollte Roman Weidenfeller im BVB-Tor stehen, würde der 36-Jährige einen Rekord einstellen: Weidenfeller bestritt mit Dortmund 23 Bundesliga-Spiele gegen Schalke (genau wie Michael Zorc); nur Schalkes Klaus Fichtel bestritt in der Bundesliga noch mehr Revierderbys (24, alle für Schalke).

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