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Dietmar Beiersdorfer trennte sich von Trainer Bruno Labbadia
Dietmar Beiersdorfer sieht Horst Heldt nicht als seinen Sportchef © Getty Images

Hamburg - Der Hamburger SV schlittert von einer Krise in die nächste. Immer noch ohne Sportchef wird nach jenem gesucht. Horst Heldt stößt wohl im Aufsichtsrat auf Ablehnung.

Rucksack-Affäre, Trainerentlassung, sportliche Talfahrt - der Hamburger SV hat in den letzten Monaten viel für sein negatives Image getan.

Da passte es ins Bild, dass sich Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer am Montag ausgerechnet in jenem Hotel in der Nähe des Tierparks mit Spielervermittlern traf, in dem zum gleichen Zeitpunkt der Verband Deutscher Sportjournalisten seine Hauptversammlung abhielt.

Die Namen der potenziellen Neuzugänge, über die sich Beiersdorfer beim Frühstück mit der französischsprachigen Entourage quasi vor Fachpublikum unterhielt, kamen dank seines Abgangs durch den Hinterausgang nicht an die Öffentlichkeit.

Ebenso wenig übrigens wie der Name des in der Hansestadt dringend erwarteten neuen Sportchefs. Ausgerechnet hier hat Beiersdorfer, der das Amt seit der Trennung von Peter Knäbel im Mai mehr schlecht als recht zusätzlich zu seinem Job als Vorstandsvorsitzender ausübt, offenbar keine Eile.

Entscheidung erst 2017

Erst im nächsten Jahr soll der Posten wieder besetzt werden - auch weil der Kandidatenkreis sehr überschaubar ist. Schalkes Ex-Sportvorstand Horst Heldt hätte wohl zur Verfügung gestanden, die Mehrheit im HSV-Aufsichtsrat lehnt ihn aber laut Hamburger Morgenpost ab.

Dortmunds Kaderplaner Sven Mislintat soll dagegen ebenso kein Interesse haben wie KSC-Sportchef Jens Todt. Für die ebenfalls genannten Dirk Dufner und Markus Schupp spricht angesichts mäßiger Erfolge bei den Ex-Klubs Hannover und Kaiserslautern auch sehr wenig.

Und was sagt Beiersdorfer? "Dazu möchte ich keine Auskunft geben."

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