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Dortmund und Gelsenkirchen - Wenn am Samstag das 149. Revierderby steigt, gilt Borussia Dortmund trotz Verletzungsproblemen als Favorit. Schalke 04 nimmt die Außenseiterrolle gerne an.

Sorgen. Nichts als Sorgen. Die Verletzungssorgen plagen Dortmunds Trainer Thomas Tuchel auch vor dem 149. Revierderby (Samstag, ab 18 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Doch tief im Westen schimmert Hoffnung am Horizont.

Raphael Guerreiro und Andre Schürrle stiegen am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining ein, Marc Bartra dürfte sich für Samstag auch wieder fit melden und die zuweilen recht wackelige Abwehrkette stabilisieren. 

Noch tiefer im Westen, rund 35 Kilometer weiter, schert man sich dieser Tage wenig um Personalprobleme.

Höwedes: "Ein guter Weg"

Die Verletzungen von Breel Embolo und Coke halten den FC Schalke 04 nicht davon ab, nach dem miserablen Saisonstart wieder Morgenluft zu wittern.

"Wir können unter dem Strich festhalten, dass wir fünf der letzten sechs Partien gewonnen haben - das ist ein guter Weg", sagte Kapitän Benedikt Höwedes nach dem 3:2-Pokalsieg beim 1. FC Nürnberg.

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Die Schalker, inzwischen auf Tabellenplatz 14 der Liga geklettert, sind beim Vizemeister dennoch in der Außenseiterrolle - und fühlen sich darin gar nicht so unwohl.

"Jetzt haken wir diese Partie ab und konzentrieren uns nur auf das Derby", sagte Stürmer Klaas-Jan Huntelaar, der rechtzeitig in Form zu kommen scheint.

Schalke-Spezialist Ginter

Dass die Borussia, aktuell vom ersten Bayern-Verfolger auf Platz sechs abgestürzt, durch die Verlängerung gegen Union Berlin 30 Minuten mehr in den Beinen hat, spielt aus Sicht von Matthias Ginter keine Rolle.

"An den Kräften soll es am Samstag nicht liegen, vor allem im Derby nicht", sagte der Weltmeister nach dem 4:1 über Union Berlin.

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Ginter gilt als Schalke-Spezialist. Seine letzten beiden Bundesligatreffer erzielte der Abwehr-Allrounder gegen den Erzrivalen der Schwarzgelben.

Der Nationalspieler mahnt trotz der leichten Formkrise des BVB zu Besonnenheit. "Es ist noch nichts verloren", sagte der 22-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

"Wir sind im Pokal eine Runde weiter, in der Liga müssen wir uns straffen. Aber es ist alles noch hinzubiegen", meinte der erfolgreiche Elfmeterschütze vom Mittwoch.

"Nicht so verschnörkelt, nicht so kompliziert"

Fehler wie in Ingolstadt oder auch gegen den Zweitligisten aus Berlin werden sich die Tuchel-Schützlinge allerdings nicht leisten dürfen. Sonst werden sie wohl nicht wie beim 3:2 vor knapp einem Jahr als Sieger vom Platz gehen.

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"Wir müssen einfacher spielen, nicht so verschnörkelt und nicht so kompliziert", fordert Ginter. Vor allem die zum Teil ziellosen Dribblings von Emre Mor brachten nicht erst gegen Union so manchen Fan zur Verzweiflung.

Es steckt also wieder viel Brisanz im Duell der beiden Klubs, deren jüngste Entwicklung gegensätzlicher kaum sein könnte.

Die Ruhe bewahrt

Vor vier Wochen hätte wohl noch fast jeder gesagt, die Elf von Trainer Markus Weinzierl solle lieber gar nicht erst zum Derby antreten.

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Doch Schalke hat untypischerweise die Ruhe bewahrt und sich aus der Krise befreit. Nun ist die Mannschaft bereit für das aus Fan-Sicht wichtigste Spiel des Jahres.

Benedikt Höwedes warnt jedoch vor Euphorie. "Wir müssen jetzt erst mal den Ball flach halten, wir haben trotzdem nur sieben Punkte, das ist zum jetzigen Zeitpunkt zu wenig", sagte der Weltmeister.

Sorgen macht sich Schalkes Abwehrchef deshalb nicht. Die überlässt er lieber dem geliebten Feind.

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