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VfL Wolfsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga
Der FC Schalke setzt auch in Wolfsburg seine Aufholjagd fort © Getty Images

Wolfsburg - Die Königsblauen bauen in Wolfsburg dank einer starken zweiten Hälfte ihre Erfolgsserie aus. Der VfL enttäuscht auf ganzer Linie - Gomez hängt komplett in der Luft.

Der FC Schalke 04 hat im Duell der Fehlstarter den nächsten großen Schritt auf seiner Aufholjagd Richtung Europa gemacht. Das Team von Trainer Markus Weinzierl setzte sich verdient beim VfL Wolfsburg mit 1:0 (0:0) durch und schafft immer mehr den Anschluss an das obere Mittelfeld.

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Die Königsblauen, die nach dem entscheidenden Tor von Nationalspieler Leon Goretzka (82.) ihren ersten Auswärtssieg der Saison feierten, sind seit mittlerweile sechs Bundesligaspielen ungeschlagen.

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Seit Anfang Oktober holten die Gelsenkirchener 14 Punkte und haben nach ihrem Katastrophen-Start die Wende eindrucksvoll geschafft (Die Tabelle der Bundesliga).

Wolfsburg weiter ohne Heimsieg

Wolfsburg wartet dagegen weiter auf den ersten Heimsieg und hinkt seinen Ambitionen deutlich hinterher. Unter dem neuen Trainer Valerien Ismael kassierten die Niedersachsen bereits die dritte Niederlage im vierten Ligaspiel. Der teure Kader hat schon nach einem Drittel der Saison den Kontakt zu den angestrebten europäischen Plätzen verloren (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

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Vor allem die Offensive um den über 90 Minuten kaum zu sehenden Mario Gomez enttäuschte bei den Hausherren auf ganzer Linie. Nach einer ordentlichen Anfangsphase fanden die Niedersachsen vor dem gegnerischen Tor praktisch nicht mehr statt. S04-Keeper Ralf Fährmann musste in der kompletten Partie nicht einen Schuss abwehren.

"Wir hatten heute zwei oder drei Möglichkeiten nach Standards und das wars. Wenn ansonsten in 90 Minuten Bundesliga-Heimspiel so wenig nach vorne kommt, dann kannst du kein Spiel gewinnen. Wir hatten keine Tiefe, wir hatten den letzten Pass nicht, wir haben zu viele leichte Bälle verloren", zog Gomez bei SPORT1 ein drastisches Fazit. 

Besondere Aufmerksamkeit erhielt Schalkes Defensivstütze Naldo bei seiner Rückkehr nach Wolfsburg. Vor dem Anpfiff wurde der Brasilianer, der den Klub im Sommer nach vier Jahren verlassen hatte, von den VfL-Fans gefeiert. Anschließend schworen die Niedersachsen sich und ihr Team auf einen gemeinsamen Kampf für den ersten Heimsieg ein und gaben mit grün-weißem Konfetti den Startschuss.

Wölfe legen gut los

Entsprechend motiviert legten die Wölfe dann los und näherten sich bei einem Freistoß von Innenverteidiger Ricardo Rodriguez erstmals dem Tor von Ralf Fährmann an (3.). Schalke war keineswegs gewillt, sich den Schneid abkaufen zu lassen - doch die Anfangsphase gehörte den bissigeren Hausherren, die viel Druck auf die Dreierkette der Gäste mit Höwedes, Naldo und Matija Nastasic ausübten (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

Doch die Offensivbemühungen der Wolfsburger verpufften schnell, und auch Schalke hatte im ersten Durchgang kaum etwas Kreatives beizutragen. Den ersten Abschluss suchte Stürmer Eric-Maxim Choup-Moting (15.), der Wolfsburgs Kapitän und Torwart Diego Benaglio dabei jedoch nicht forderte. Etwas gefährlich wurde es nach 25 Minuten, als Max Meyer eine Direktabnahme etwas zu hoch ansetzte - doch das war es auch erstmal.

Goretzka belohnt Schalke

Wenn sich die Schalker mal etwas Raum erkämpft hatten, blieben die Flanken und Zuspiele viel zu ungenau. Aber auch Wolfsburg hatte nun kaum noch etwas zu bieten.

Schalke trat im zweiten Durchgang aggressiver auf und kam häufiger zu Abschlüssen.

Große Aufregung gab es 20 Minuten vor Goretzkas Siegtor. Nach einem Zweikampf im Wolfsburger Strafraum protestierte Weltmeister Benedikt Höwedes und forderte lautstark einen Elfmeter (61.). Nach einem Eckball hatte Luiz Gustavo den Schalker behindert - doch Schiedsrichter Felix Zwayer entschied sich in der kniffligen Szene gegen einen Elfmeter.

Gut zehn Minuten später hatte dann Alessandro Schöpf die Schalker Führung auf dem Fuß, verpasste diese aber freistehend vor Benaglio (71.). Acht Minuten vor dem Ende sorgte Goretzka dann aber doch noch für den verdienten Sieg der Gäste - und für großen Frust im Lager der Wolfsburger.

"Wir haben schon längst gesagt, dass wir nicht mehr über Ziele sprechen müssen, sondern Punkte holen müssen. Wir haben nichts oben zu suchen im Moment und müssen deswegen auch nicht  da hinschauen. Wir müssen einfach unsere Spiele gewinnen", gab Gomez die Marschroute für die kommenden Wochen vor. 

Zunächst müsse man aber das Spiel analysieren, "dann aber auch verarbeiten und schnell vergessen."  

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