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FC Ingolstadt 04 v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Ricardo Rodriguez verursachte in Hälfte eins einen Elfmeter © Getty Images

Ingolstadt - Der VfL Wolfsburg rettet sich mit Müh und Not zu einem Unentschieden gegen den FC Ingolstadt. Den entscheidenden Treffer für die Wölfe erzielt Daniel Caligiuri.

Der VfL Wolfsburg bleibt in der Krise: Die Mannschaft von Trainer Valerien Ismael kam auch im Kellerduell beim FC Ingolstadt 04 nach einer schwachen Leistung nicht über ein mageres 1:1 (0:1) hinaus und steckt weiter im Abstiegskampf.

Ismael, der im Oktober Dieter Hecking abgelöst hatte, wartet nach seinem fünften Spiel immer noch auf den zweiten Sieg.

Erinnerungen an vergangene Saison

Auch Ingolstadts Maik Walpurgis, Nachfolger von Markus Kauczinski, verpasste nach gelungener Premiere in Darmstadt den zweiten Erfolg. Dabei hatte die Leistung der aggressiv auftretenden Schanzer über weite Strecken an bessere Zeiten unter Ralph Hasenhüttl erinnert, mit dem der FCI in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft hatte. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

"Wir hätten drei Punkte verdient", sagte Walpurgis. "Die Mannschaft hat mit viel Leidenschaft und fußballerischer Klasse gespielt. Wir hatten eine Vielzahl von Torchancen, die Benaglio aber vereitelt hat. Wir waren dicht am Heimsieg. Wir haben jetzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Wir können optimistisch nach vorne schauen."

Anthony Jung erzielte in der 31. Minute die Führung für die Ingolstädter, die auch im achten Spiel in Folge zu Hause seit April sieglos blieben. Zuvor war bereits Moritz Hartmann mit einem Foulelfmeter an Diego Benaglio gescheitert (17.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Danach verpasste der FCI bei einigen guten Chancen die Entscheidung und wurde noch durch den Ausgleich durch Daniel Caligiuri (78.) bestraft.

© SPORT1

Ismael konnte nach knapp vierwöchiger Pause wieder auf Nationalspieler Julian Draxler zurückgreifen. Auch Daniel Didavi (Kniebeschwerden) und Josuha Guilavogui (Halswirbelbruch) standen zur Verfügung.

Keine Chancen für Wölfe

Der VfL konnte sich aber trotz seiner prominent besetzten Offensive mit Draxler, Didavi, Maximilian Arnold und Mario Gomez vor der Pause keine Chancen erspielen. Die Schanzer hatten wenig Mühe, die halbherzigen Bemühungen der Gäste, bei denen Gomez völlig in der Luft hing, abzuwehren.

Die Wolfsburger hatten sogar reichlich Glück, nicht schon viel früher zurückzuliegen. Zunächst traf Hartmann in der 10. Minute nach Flanke des starken Markus Suttner per Kopf nur den Pfosten, danach vergab er die große Chance vom Punkt. (Statistiken zum Spiel)

Vorausgegangen war eine Attacke von Ricardo Rodriguez an Mathew Leckie.

"Katastrophal"

"Es war ein glücklicher Punkt für uns", meinte Ismael. "Die erste Halbzeit war katastrophal. Da konnten wir uns schon bei Diego Benaglio bedanken. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Schwung, hatten endlich mal Torchancen. Zum Schluss hat man gesehen, dass wir ein Kopfproblem haben, wir hatten nicht mehr die Klarheit. Im Abstiegskampf nimmt man aber jeden Punkt mit."

Jung belohnte schließlich die einsatzfreudigen und laufstarken Schanzer nach Flanke von Florent Hadergjonaj mit dem 1:0. Für ihn war des der erste Bundesligatreffer überhaupt. Leckie hatte danach die große Chance, das Ergebnis noch vor der Pause auszubauen, scheiterte freistehend aber am glänzend regierenden Benaglio (38.). (Tabelle der Bundesliga)

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Mit dem 0:1 zur Pause waren die erschreckend schwachen Wolfsburger noch gut bedient.

Später erster Torschuss

Nach dem Wechsel brachte Ismael für Didavi und Arnold Daniel Caligiuri und Borja Mayoral Moya. Der VfL wurde kurzzeitig etwas besser und verzeichnete durch Draxler nach 56 (!) Minuten den ersten Torschuss; nach 150 Bundesligaminuten war es der erste Torschuss der Wölfe.

Wesentlich gefährlicher war zunächst erneut der FCI, doch Marcel Tisserand (58.) verzog. Der VfL wachte erst in der Schlussphase etwas auf und kam zum Ausgleich.

Leckie traf kurz vor Schluss aber noch den Außenpfosten für den FCI.

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