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München - Bai Marco Reus deutet sich nach langer Verletzungspause die Rückkehr an. Ob der gebeutelte Nationalspieler aber wirklich gegen die Bayern zum Einsatz kommt, bleibt offen.

Marco Reus rennt. Nicht mehr nur in alten Videos oder auf der Playstation, sondern leibhaftig. Erst im Einzeltraining, dann sogar im Kreise seiner Kameraden.

Endlich, möchte man sagen, ist das Problemkind von Borussia Dortmund wieder fit. So fit, dass er nach der Länderspielpause sein lang ersehntes Comeback geben könnte - ausgerechnet im Topspiel gegen den FC Bayern. 

Wie die Bild berichtet, hat der Nationalspieler grünes Licht für seine Rückkehr gegeben, zumindest für einen Kurzeinsatz. 182 Tage wären dann vergangen, seit sich Reus im Pokalfinale an den Adduktoren verletzte - ebenfalls gegen die Bayern.

Lautes Schweigen um Reus

Ob das Problemkind jedoch tatsächlich bei hundert Prozent ist, lässt sich nicht ermitteln. In Dortmund herrscht diesbezüglich Schweigen. Es ist jedoch ein lautes Schweigen, eines das zum Spekulieren anregt.

Prognosen, wann Reus auf den Platz zurückkehren könnte, blieben von Anfang an vage.  

"Wir nehmen jeden Tag, wie er kommt. Aber ich möchte keinen Druck aufbauen", hatte Trainer Thomas Tuchel kurz vor dem Saisonstart gesagt. "Es werden nicht zwanghaft Deadlines durchgepeitscht."

Drei Wochen später war Reus "auf dem Weg der Wiedereingliederung. Er trainiert mit dem Ball, aber individuell", so Tuchel Mitte September zum Stand der Genesung gesagt. Und: "Er hat alle Zeit der Welt".

Trainingsrückkehr am 11. Oktober

Ein weiterer Monat zog ins Land, bevor der BVB am 11. Oktober meldete, der Nationalspieler sei ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

"Dosiert" hieß damals noch das Zauberwort, wenn es um die Belastungen ging, die sich der 27-Jährige aufbürdete.

Mit dem dosierten Training sollte ein erneuter Rückschlag unter allen Umständen verhindert werden. Entsprechend wurden diejenigen enttäuscht, die darauf hofften, nun gehe es ganz schnell mit seinem Comeback.

Vier Wochen später: Reus ist offenbar komplett genesen, stand jedoch in der laufenden Saison noch immer keine Minute in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

Comeback gegen Bayern? Unklar 

Der Dortmunder Patient, er ist zwar keiner mehr, doch in Dortmund trauen sie dem Braten (bisher) immer noch nicht.

Neulich schwärmte Trainer Thomas Tuchel vom Leistungsstand seines Problemkindes. "Es ist ein Genuss, ihn im Training zu sehen. Er ist in einer Topverfassung und auf bemerkenswertem spielerischen Niveau."

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Zu einem genauen Comebackplan ließ sich der Coach aber wieder nicht hinreißen. Und auch die Medienpolitik der Schwarzgelben in der Causa Reus ließ keinerlei Schlüsse mehr zu.

Reus selbst hüllte sich ebenfalls in Schweigen. Auch auf SPORT1-Nachfrage wollte sich der BVB nicht äußern.

Nun aber scheint es loszugehen, wieder gegen die Bayern. Für Marco Reus würde sich der Kreis schließen.

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