vergrößernverkleinern
Hertha BSC v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Salomon Kalou (Mitte) war der Mann des Tages © Getty Images

Für Borussia Mönchengladbach geht die Auswärtsmisere auch in Berlin weiter. Dabei sprachen die letzten Statistiken für die Borussia. Kalou brilliert durch Effizienz. Daten.

Borussia Mönchengladbach erlebte zum Auftakt des 10. Bundesliga-Spieltags einen Abend zum Vergessen. Beim 0:3 in Berlin setzte sich für die Niederrheiner eine Gruselserie fort, zudem sorgten die Verletzung von Patrick Herrmann und die Ampelkarte für Christoph Kramer für zusätzlichen Frust.

Die Hertha bleibt dank bekannter Stärken ganz oben dran. Ein Verteidiger zieht erneut groß auf.

SPORT1 fasst die Datenhighlights der Partie zusammen.

-  Weiser weiter in Hochform

Für die Länderspiele gegen San Marino und Italien sah Bundestrainer Joachim Löw noch keine Verwendung für Mitchell weiser. Wenn der Rechtsverteidiger der Hertha seine derzeitige Form konserviert, führt aber wohl bald kein Weg mehr an ihm vorbei.

Audio

Weiser ließ gegen Gladbach über seine Seite defensiv wenig zu und zeigte zugleich vorne mit seiner Vorlage zum 1:0 durch Salomon Kalou seine Klasse. Und auch am dritten Tor war der ehemalige Münchner assistierend zur Stelle Der 22-Jährige war damit an sechs der letzten sieben Pflichtspieltore der Hauptstädter beteiligt (zwei Tore, vier Assists).

-  Hertha bleibt eiskalt

Schon vor dem Spiel war die Hertha mit gerade einmal 5,6 benötigten Torschüssen für einen Treffer die effektivste Mannschaft der Liga. Und auch an diesem Abend präsentierten sich die Hausherren höchsteffektiv. Während sich die Gäste in der Anfangsphase durchaus vorne zeigten, bei ihren Abschlüssen aber zu umständlich agierten, schlug die Hertha direkt mit dem zweiten Torschuss zu. 4 Torschüsse reichten der Dardai-Elf vor der Pause für zwei Treffer. CLEVER! 

A propos Kaltschnäuzigkeit: Salomon Kalou durfte nach all seinen drei Torschüssen zum Jubel ansetzen. Für den Ivorer waren es die ersten Tore dieser Spielzeit.

© iM Football

-   Freitagsspiele liegen Hertha

Fünf Heimspiele, fünf Siege: Die Bilanz der Alten Dame im Olympiastadion ist in dieser Saison weiter makellos.  

Und auch Freitagsspiele kommen der Hertha äußerst gelegen, seitdem Pal Dardai das Zepter stimmt.  Zehn Mal mussten sie unter Flutlicht am Wochenend-Auftakt ran, je fünf Siege und Remis stehen zu Buche.

-   Gladbachs Krise spitzt sich zu

5 Spiele, ein Punkt: Die Auswärtsbilanz der Borussia liest sich wie die eines Absteigers. Beim 0:3 in Berlin blieb Gladbach obendrein im fünften Bundesligaspiel in Folge ohne eigenes Tor – da half auch das Comeback von Raffael nichts, der bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ein bitteres Jubiläum erlebte (100. Bundesliga-Spiel für Borussia).

Nur ein Sieg aus den letzten 16 Bundesliga-Gastspielen (am 34. Spieltag der Vorsaison in Darmstadt ) dürfte bei den Verantwortlichen am Niederrhein Sorgenfalten verursachen.

Gladbach muss nun in der Liga dringend in Tritt kommen, um nicht im Niemandsland zu versinken. Doch die nächsten Aufgaben haben es in sich: in der kommenden Woche ist Köln am Niederrhein zu Gast, die nächsten Gegner sind mit Hoffenheim und Dortmund ebenso alles andere als Aufbaugegner.

-  Erfolgsserie gegen Hertha gerissen

Dabei sprach die jüngste Bilanz eindeutig für die Fohlen. Die letzten fünf direkten Duelle hatte die Borussia allesamt für sich entschieden, in der Vorsaison sogar recht deutlich (4:1 in Berlin, 5:0 zuhause)

Bittere Premiere für Kramer

Weltmeister Christoph Kramer verpasste bis zum Spielbeginn im Olympiastadion in der Liga in dieser Saison noch nicht eine Minute und stand als einziger Gladbacher Borusse in allen 16 Pflichtspielen in der Startelf. Bis zur 39. Minute, als ihn Schiedsrichter Tobias Stieler wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz stellte.

Besonders bitter: Es waren Kramers einzige beiden Fouls der Partie, die nach Stielers Ansicht aber ausreichten, um ihn zum Duschen zu schicken.

Für Kramer war es der erste Platzverweis in seiner Bundesliga-Karriere überhaupt.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel