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Hamburger SV v Borussia Dortmund - Bundesliga
Der HSV wartet auch nach dem 10. Spieltag auf den ersten Saisonsieg © Getty Images

Alptraum für den HSV: Der Dino knackt bei der Heimpleite gegen Dortmund einige Negativrekorde. Die Horror(daten)-Show vom Volksparkstadion...

Das hatte sich Uwe Seeler sicherlich ganz anders vorgestellt: Bereits zur Halbzeit lag sein Hamburger SV mit 0:3 gegen den BVB hinten - am Ende stand es 2:5 aus Sicht der Gastgeber.

Ex-HSV-Profi Marcell Jansen zeigte sich schon in der Halbzeitpause im Sky-Interview konsterniert. "Es ist erschreckend, ernüchternd. Das Spiel zeigt, wie verunsichert die Mannschaft ist", sagte der Ex-Nationalspieler.  "Wenn du solche Fehler machst, dann wird es auch in den nächsten Wochen ganz ganz schwer."

Jansen spricht den Hamburger Verantwortlichen die Kompetenz ab. "Man muss ehrlicherweise sagen, was die Anderen machen, das hat schon mehr Konzept, das lebt mehr, das hat mehr Körpersprache und auch mehr Philosophie."

Die Daten zur Hamburger Horrorshow...

- So schlecht wie nie: Erstmals in der Bundesliga-Historie steht der HSV nach zehn Spieltagen einer Saison mit nur zwei Punkten da. Weniger Zähler zu diesem Zeitpunkt hatte nur der 1. FC Saarbrücken 1963/64 (einen).

- Der HSV kassierte bereits die achte Saisonniederlage. In der Ligahistorie stiegen bisher alle sieben vorherigen Teams mit so viele Pleiten zum gleichen Zeitpunkt ab (Ingolstadt verlor aktuell auch schon acht Mal).

- Markus Gisdol ist auch nach fünf Bundesliga-Spielen noch sieglos mit den Hamburgern -– so lange musste ein neuer HSV-Trainer noch nie auf den ersten Erfolg warten.

- Höher als 0:3 lag der HSV in einem Heimspiel erst einmal zur Pause hinten (im Dezember 1989 mit 0:4 gegen Bochum).

- Diese Saison wurden drei lupenreine Hattricks erzielt - ALLE gegen den HSV. Erst war dies Leverkusens Pohjanpalo gelungen, letzte Woche Köln Modeste und nun Aubameyang.

- Bereits nach 27 Minuten lag der HSV 0:3 zurück - so schnell war dies den Hanseaten zuletzt im April 2007 zu Hause gegen Stuttgart passiert.

- Für die Hamburger war es das früheste Gegentor seit zweieinhalb Jahren.

- Schwacher Trost: Nach zuvor zuvor 716 torlosen Minuten traf der HSV endlich mal wieder. Der Treffer von Nicolai Müller war der erste unter dem neuen Trainer Markus Gisdol.

- Am Ende schoss der HSV genauso viele Tore wie in den ersten neun Spielen zusammen, was angesichts der desolaten Anfangsphase aber völlig unterging.

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