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Hans-Joachim Watzke plädiert auf der BVB-Mitgliederversammlung für einen vernünftigen Umgang mit den Bayern. Eine Spitze gegen Leipzig kann er sich nicht verkneifen.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat nach dem Sieg der Dortmunder im Spitzenspiel gegen Bayern München erneut für einen vernünftigen Umgang der beiden Rivalen miteinander geworben.

"Wenn ich einiges auch aus den Ereignissen in Amerika gelernt habe, dann, dass man sich nicht permanent auf die Fresse hauen muss", sagte der 57-Jährige am Sonntag auf der Mitgliederversammlung des BVB.

Klar gebe es "nichts Geileres als Bayern München zu schlagen", so Watzke weiter, "aber trotzdem kann man persönlich vernünftig miteinander umgehen. Das habe auch ich mir zu Herzen genommen."

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So bekam vor allem Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem starken Spiel viel Lob vom BVB-Geschäftsführer. "Thomas hat das taktisch großartig gemacht", sagte Watzke. "Es ist für ihn ein weiterer Stern am Revers."

Watzke stichelt gegen RB

Als ärgster Mitkonkurrent im Kampf um die deutsche Meisterschaft kristallisiert sich für Dortmund neben den Bayern derzeit vor allem Rekord-Aufsteiger RB Leipzig heraus. Das Hinspiel hat der BVB bereits mit 0:1 bei den Leipzigern verloren.

"Die müssen aber auch noch hier hin", stimmte Watzke die Fans auf eine erfolgreiche Revanche in der Rückrunde ein. Er konnte sich zudem am Sonntag eine kleine Stichelei in Richtung Sachsen nicht verkneifen.

"Alle 150 Mitglieder von Rasenballsport können jetzt beruhigt den Livestream ausmachen, ich werde heute dazu nichts sagen", sagte Watzke und fügte gleich hinzu: "Es gibt jetzt zwei Tage Feuerpause – aber danach geht es weiter."

Watzke: "Großartigster Verein der Welt"

Der BVB-Boss äußerte sich auch zur Mitglieder-Entwicklung bei der Borussia und sieht eine rosige Zukunft für die Dortmunder. "Als ich 2011 als Schatzmeister angefangen habe, hatten wir 10.000 Mitglieder", so Watzke in seiner Rede. "Jetzt hat dieser Verein 145.000 Mitglieder."

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Einmal in Laune scherzte Watzke: "Daher schon einmal ein Gruß an Barcelona und Lissabon: Es ist nur noch eine Frage von Jahren und dann sind wir mindestens der zweitgrößte Klub weltweit". Momentan liegen in dieser Hinsicht unter anderem noch der FC Barcelona und Benfica Lissabon vor den Borussen.

Angesichts der letzten Entwicklungen ist dem BVB aber wohl auch zuzutrauen, diese europäischen Schwergewichte zu überholen. Denn so sei der BVB "in der Kombination aus großen Erfolgen, großer Tradition und einer unvergleichlichen Solidarität sowieso der großartigste Verein der Welt", wie Watzke abschließend meinte.

Rauball bleibt Präsident

Währenddessen wurde Reinhard Rauball als Präsident von Borussia Dortmund bestätigt. Der 69-Jährige wurde mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenkandidat für drei weitere Jahre gewählt.

Mit überwältigender Mehrheit stimmten die BVB-Mitglieder für Präsident Rauball © SPORT1

"Ich weiß das zu schätzen und kann es einordnen", bedanke sich Rauball anschließend bei den BVB-Mitgliedern. "Ich weiß, wie viel Verantwortung damit verbunden ist."

Der Jurist Rauball führt den BVB seit 2004 bereits zum dritten Mal an. Er war zuvor schon von 1979 bis 1982 und in den Jahren 1984 bis 1986 Präsident gewesen. In Rauballs laufende Zeit fiel auch die Rettung des Vereins vor der Insolvenz 2005.

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