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TSG 1899 Hoffenheim v Hamburger SV - Bundesliga
Dietmar Beiersdorfer ist seit Sommer 2014 Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV © Getty Images

Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV stemmt sich mit einer emotionalen Brandrede gegen die Krise des Nordklubs. Ans Aufgeben denkt Beiersdorfer nicht.

Dietmar Beiersdorfer hat mit einer emotionalen Wutrede auf die Krise beim Hamburger SV reagiert.

"Ja, wir sind schlecht im Moment", sagte der Vorstandsvorsitzende des HSV vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim bei Sky:

"Es geht nur darum, die Mannschaft und den Trainer zu stärken, eine Einheit zu sein und geschlossen da durchzugehen. Alles andere ist uninteressant. Sollen wir jetzt die Brocken hinwerfen? Nein, machen wir nicht."

Hilke folgt Wagner und Wolf

In der vergangenen Woche hatte Marketing-Vorstand Joachim Hilke seinen vorzeitigen Abschied zum Jahresende angekündigt. Zuvor hatten auch HSV-Stiftungsgeschäftsführer Stefan Wagner und Mediendirektor Jörn Wolf beim HSV ihren Hut genommen.

Von einer Führungskrise wollte Beierdorfer jedoch nichts wissen und übte Kritik an der Berichterstattung in den Medien.

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"Natürlich bekommt man das am Rande mit, aber ich versuche mich nicht davon beeinflussen lassen", sagte der 53-Jährige. "Wenn ich sehe, wie unsere Fans wie eine Eins hinter uns stehen, dann ist die Bewertung in Teilen völlig unangebracht."

Beiersdorfer verwies stattdessen auf seine Verdienste in den vergangenen Jahren.

"HSV zweimal vor Konkurs bewahrt"

"Ich glaube, wir haben den Klub in den zweieinhalb Jahren, in denen ich Vorstandsvorsitzender sein durfte, von ganz unten wieder entwickelt", ergänzte der HSV-Boss:

"Wir hatten große wirtschaftliche Probleme und haben den Klub mindestens zweimal vor dem Konkurs bewahrt. Wir haben die AG und den e.V. emotional und wirtschaftlich zusammengeführt. Jetzt haben wir eine Krise und es fällt alles auseinander!? Ich kann die Journalisten nicht mehr verstehen, wenn man solche Sachen sagt und den Klub dermaßen runterzieht."

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