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Maik Walpurgis trainierte zuletzt den VfL Osnabrück
Maik Walpurgis trainierte zuletzt den VfL Osnabrück © Getty Images

Der FC Ingolstadt findet nach der Entlassung von Markus Kauczinski einen neuen Trainer. Maik Walpurgis übernimmt überraschend bei den Schanzern.

Maik Walpurgis! Maik wer? Der FC Ingolstadt hat am Samstagvormittag mit der Vorstellung seines neuen Trainers für eine große Überraschung gesorgt. (Zum Steckbrief von Maik Walpurgis)

Die offensichtlich schwierige Suche nach einem Nachfolger für Markus Kauczinski endete mit der Präsentation eines Mannes, der keineswegs die zunächst gewünschte Erfahrung aus der Bundesliga mitbringt. Walpurgis trainierte zuletzt und bis zu seiner Entlassung im August 2015 den Drittligisten VfL Osnabrück.

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Walpurgis: "Ein besonderer Tag"

Die Verantwortlichen ficht es freilich nicht an, dass der 43 Jahre alte Walpurgis  kein Kind der Bundesliga ist. "Die Bundesliga ist für mich immer das große Ziel gewesen", betonte der gebürtige Herforder, der Samstag sei deshalb "ein besonderer Tag" für ihn. Besonders ist aber vor allem die Aufgabe, die ihn in Ingolstadt erwartet: Mit nur zwei Punkten aus den ersten zehn Saisonspielen ist bislang noch jede Mannschaft aus der Bundesliga abgestiegen.

"Es hat noch kein Verein geschafft, mit unserem aktuellen Punktestand die Klasse zu halten", stellte daher Sportdirektor Thomas Linke bei der offiziellen Vorstellung von Walpurgis am Samstagmittag fest, betonte aber: "Wir wollen wieder Geschichte neu schreiben." Dass dies nicht einfach wird, ist auch Walpurgis bewusst. "Die Herausforderung ist groß, doch wir sind und bleiben optimistisch. Die Mannschaft wird sich voll dagegenstemmen!" Trainieren wird er sie erstmals am Montag.

Walpurgis, seit seiner Entlassung in Osnabrück ohne Job, war zuletzt auch bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld im Gespräch gewesen. Trainer ist er seit 1992, seine bisher beste Phase  hatte er mit den Sportfreunden Lotte (2008 bis 2013), mit denen er 2013 in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga an RB Leipzig scheiterte. Walpurgis' mangelnde Erfahrung soll Michael Henke ausgleichen. Der 59-Jährige, Assistent bei Kauczinskis Vorgänger Ralph Hasenhüttl, gehört wieder zum Trainerteam.

Henke bleibt Assistent

Walpurgis könne auf "reichlich Kompetenz und Erfahrung zurückgreifen, sodass wir uns für die bevorstehenden Aufgaben bestens gewappnet sehen", betonte deshalb Linke, der sich zuvor eine ganze Reihe Absagen eingehandelt hatte. Die Tageszeitung Donaukurier hatte noch in ihrer Samstagausgabe gefragt: "Will denn keiner den FCI trainieren?", darunter waren Bilder zu sehen von Andre Breitenreiter, Michael Frontzeck, Mirko Slomka, Bruno Labbadia, Jos Luhukay oder Andreas Herzog.

Walpurgis also will, und beim FC Ingolstadt glauben sie daran, dass sie den richtigen Mann gefunden haben. "Unser Weg, den wir nun schon einige Jahre beschreiten, war manchmal steinig, aber wir wurden in der Vergangenheit dafür belohnt", betonte Sport-Geschäftsführer Gärtner und ergänzte: "Wir haben uns nun auch auf der Trainerposition für einen Mann mit viel Ehrgeiz und Vision entschieden, der alle Gremien in den Gesprächen auf ganzer Linie überzeugt hat."

Walpurgis bringt Ovid Hajou (33) als Co-Trainer mit. Michael Henke (59, seit 2012 für den FCI tätig), der das Vormittagstraining am Samstag in der Rolle des Interimstrainers leiten wird, bleibt dem Trainerteam als Assistent erhalten.

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