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Dietmar Hamann war entsetzt über Andre Schuberts Tatenlosigkeit © Imago

Dietmar Hamann knöpft sich den Trainer der Borussia vor. Dieser habe nach Herrmanns Verletzung "nicht bundesligatauglich" agiert. Schubert wehrt sich.

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat Gladbach-Trainer Andre Schubert am Rande der 0:3-Niederlage bei Hertha BSC mit scharfen Worten kritisiert.

Schubert hatte im Freitagsspiel der Bundesliga bei einer Verletzung von Patrick Herrmann vermeintlich versäumt, seine Auswechselspieler umgehend zum Warmmachen zu schicken.

In der Folge mussten die Gäste vom Ausscheiden Herrmanns in der 30. Minute bis zur 33. Minute in Unterzahl spielen - in dieser Phase erzielte die Hertha durch Salomon Kalou das 2:0 (31.).

Diese Herangehensweise sei "fahrlässig" und "nicht bundesligatauglich", kritisierte Hamann in der Halbzeitpause der Partie bei Sky.

Schubert wehrte sich nach dem Spiel gegen die Vorwürfe. Eine sofortige Auswechslung "wäre viel zu früh gewesen zu diesem Zeitpunkt", betonte Schubert, Tobias Strobl und Raffael seien ebenfalls angeschlagen gewesen. Strobl musste in der Folge ebenfalls bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Zudem habe sich Ersatzspieler Fabian Johnson "erst mal fertigmachen" müssen: "Ich habe ja noch gedrängt, aber Fabian war auch einfach nicht darauf vorbereitet, dass er so schnell rein muss."

Unglückliche Aktion vor dem 0:2

Ohnehin darf infrage gestellt werden, ob eine schnellere Auswechslung das 0:2 verhindert hätte. 

Schließlich ging dem zweiten Treffer Kalous ein individueller Fehler von Borussias Nico Elvedi voraus: Der Verteidiger schoss seinem Teamkollegen Jannik Vestergaard beim Klärungsversuch den Ball an die Brust, von dort prallte die Kugel direkt in den Lauf von Kalou, der Sommer keine Chance ließ.

Herrmann zog sich ersten Meldungen zufolge eine Sprunggelenksverletzung zu und wurde aus dem Stadion direkt ins Krankenhaus gebracht.

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