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Arminia Bielefeld v SC Paderborn - 2. Bundesliga
Stefan Effenberg wurde in Paderborn nicht einmal fünf Monate nach seinem Amtsantritt wieder entlassen © Getty Images

Stefan Effenberg sieht in der Geschlossenheit der Führungsspitze die einzige Chance für den HSV, aus der Krise zu kommen. Gegen seinen Ex-Präsidenten tritt er nach.

Mit nur zwei Punkten nach zehn Spieltagen ziert der Hamburger SV das Tabellende der Bundesliga.

Dass das einzig verbliebene Gründungsmitglied die Liga am Saisonende verlassen muss, steht aber noch lange nicht fest - zumindest nach Ansicht von Stefan Effenberg.

"Ich glaube, dass die Mannschaft auf jeden Fall das Potenzial hat, um die Klasse zu halten. Du musst aber den Schlüssel finden. Und der kann nur darin liegen, dass man in der Führung eine Sprache spricht und sich nach außen hin stark präsentiert, so wie es bei vielen Vereinen der Fall ist", sagte der gebürtige Hamburger und Ex-Nationalspieler in der ARD.

Wenn es aber weiter so laufe wie zu seiner kurzen Zeit als Trainer des SC Paderborn unter Präsident Wilfried Finke, sei der HSV zum Scheitern verurteilt.

"Wenn von oben einer kommt  - und das war bei mir in Paderborn der Herr Finke - und mit den Journalisten eine engere Zusammenarbeit pflegt als mit dem eigenen Trainer und Manager, wirst du niemals erfolgreich sein", konnte sich Effenberg einen Seitenhieb auf seinen ehemaligen Vorgesetzten nicht verkneifen.

Dass Christian Hochstätter nicht für das Amt des Sportdirektors in Hamburg zur Verfügung steht, kann Effenberg nachvollziehen.

"Hochstätter hatte in Bochum gerade erst seinen Vertrag verlängert mit der Vision des Aufstiegs in die erste Liga. Ein paar Wochen später kommt dann der HSV um die Ecke und dann gibt es diese Gespräche. Das ist ein bisschen unglücklich gelaufen", sagte der 48-Jährige: "Auf der anderen Seite finde ich es konsequent, dass er gesagt, er bleibt in Bochum."

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