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FC Ingolstadt v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Thomas Linke will FCI-Trainer Markus Kauczinski keinen Freifahrtsschein ausstellen © Getty Images

Sportchef Thomas Linke vom FC Ingolstadt nimmt Trainer Markus Kauczinski und die Mannschaft vor dem Derby gegen den FC Augsburg am Wochenende in die Pflicht.

Sportchef Thomas Linke vom FC Ingolstadt will Trainer Markus Kauczinski vor dem Derby gegen den FC Augsburg keinen Freifahrtsschein ausstellen.

"Den gibt es nicht im Fußball - aber verschiedene Wege, da rauszukommen. Wir werden die Situation immer wieder neu bewerten", sagte Linke vor dem Spiel des Tabellenvorletzten am Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) im kicker-Interview.

Auftreten der Mannschaft wichtig

Er wolle aber jetzt nicht "irgendwelche Parolen raushauen oder von einem Endspiel sprechen, so weit kann man nicht gehen", ergänzte der 46-Jährige.

Ein wichtiger Punkt sei vielmehr das Auftreten der FCI-Mannschaft, die bislang erst zwei Punkte geholt hat: "Bricht sie auseinander? Wehrt sie sich? Stemmt sie sich dagegen? Würden wir nur Ergebnisse bewerten, wäre das deutlich zu wenig."

Es gebe "weiche Faktoren. Die Arbeit auf dem Platz, der Umgang, das Auftreten des Teams. Und die sind so, dass wir positiv gestimmt sind, es gemeinsam hinkriegen zu können. Solange das so ist, macht es doch keinen Sinn, über irgendwas anderes nachzudenken", sagte Linke weiter.

Spieler oft "zu naiv"

Oft gebe es "Probleme im Innenleben zwischen Mannschaft und Trainer. Dass man nicht mehr miteinander kann oder der Coach die Spieler nicht mehr erreicht. Aber das ist bei uns nicht der Fall. Das Verhältnis ist absolut intakt."

Probleme sieht der frühere Nationalspieler allerdings bei den Spielern. "Es ist schon alles manchmal zu naiv in den entscheidenden Momenten", monierte Linke. Es würden "bei jedem Einzelnen einige Prozent, dieses Verbissene, dieses Abgezockte" fehlen. Bislang sei die Mannschaft "zu brav und zu lieb" gewesen.

Auch Kauczinski (46) betonte am Donnerstag, dass "alle noch Luft nach oben haben. Wir verlieren in einzelnen Momenten die Kompaktheit". Natürlich spüre er auch, "dass der Druck groß ist, aber damit können wir umgehen".

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