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SPORT1-Experte Armin Veh analysiert im Volkswagen Doppelpass die Dauerkrise des Hamburger SV schonungslos, nimmt aber Markus Gisdol in Schutz und spricht sich für Horst Heldt aus.

Der Hamburger SV ist nach zehn Spieltagen der Bundesliga nach wie vor ohne Sieg und steckt schon wieder in einer tiefen Krise.

Auch der frühe Trainerwechsel auf Markus Gisdol ist verpufft. Entsprechend schonungslos wird die Situation auch im Volkswagen Doppelpass analysiert.

"Der HSV hat doch schon jahrelang das Problem. Natürlich kann jeder ein schlechtes Jahr haben und Relegation spielen. Es ist aber kein Zufall mehr, wenn man jahrelang immer unten steht. Da muss man auch einmal überlegen, warum das so ist", sagte SPORT1-Experte Armin Veh.

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Vor allem die eklatanten Abwehrpatzer, die auch beim 2:5-Debakel gegen Borussia Dortmund auftraten, kann Veh nicht nachvollziehen.

"Es liegt auch daran, dass immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden. Wenn ich nach Jahren immer noch keine Abstimmung habe…", erklärte der langjährige Bundesliga-Coach.

Veh kritisierte zudem die andauernde Sportdirektor-Suche von Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer und sprach sich für Horst Heldt aus: "Wenn immer zehn andere im Gespräch sind, kommst du dir wie das fünfte Rad am Wagen vor. Wenn ich jemand suche, kann ich nicht mit zehn Leuten reden. Ich muss wissen, was ich will. Horst Heldt ist ganz nahe an einer Mannschaft. Er ist in den Medien nie gut weggekommen. Ich glaube, er würde passen. Es würde ihn auch reizen."

Veh als Trainer und Heldt als Sportdirektor führten den VfB Stuttgart im Jahr 2007 zur Deutschen Meisterschaft.

In der Saison 2010/11 trainierte Veh den HSV, musste aber im März 2011 nach einer 0:6-Klatsche beim FC Bayern München gehen.

Den zunehmend unter Druck stehenden Gisdol nahm Veh aber in Schutz: "Er wollte mit der Fünferkette etwas Neues probieren. Davor hatte er keinen Erfolg, dann musst du als Trainer handeln. Es hat nicht geklappt. Aber das war keine Systemfrage, sondern die Tore waren individuelle Fehler. Der Trainer muss die Mannschaft auch erst kennenlernen und seine Taktik finden. Dazu brauchst er dann Ergebnisse, damit die Mannschaft an die Taktik glaubt."

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