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Albin Ekdal sieht Rot beim VfL Wolfsburg
Hamburgs Albin Ekdal (l.) kassierte binnen fünf Minuten erst Gelb und dann Gelb-Rot © dpa Picture-Alliance

Wolfsburg - Der HSV bringt sich in Wolfsburg einmal mehr durch einen Platzverweis selbst auf die Verliererstraße, Mario Gomez besorgt den Rest - dank Super-Solo von Neuzugang Ntep.

Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf einen herben Dämpfer verpasst bekommen, der VfL Wolfsburg dagegen einen Start nach Maß ins neue Jahr erwischt.

Im ersten Spiel nach dem Abgang von Weltmeister Julian Draxler gewann die Mannschaft von Trainer Valerien Ismael 1:0 (0:0) und machte mit dem dritten Sieg in Serie einen großen Schritt aus dem Tabellenkeller. (Ergebnisse und Spielplan)

Spielstatistiken zu Wolfsburg - HSV © iM Football

Gomez feiert Heim-Premiere

Mario Gomez (83.) traf für die erst in der Schlussphase bissigen Wölfe zum Abschluss der Hinrunde - sein sechstes Tor im VfL-Trikot war zugleich sein erstes vor heimischer Kulisse.

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Dem HSV gingen dagegen nach fast 60 Minuten in Unterzahl zum Ende hin die Kräfte aus. HSV-Profi Albin Ekdal (33.) hatte schon in Halbzeit eins die Ampelkarte gesehen. (Die Tabelle der Bundesliga)

Der kleine Aufwärtstrend der Mannschaft von Markus Gisdol mit zuvor drei Siegen aus vier Spielen ist damit ausgerechnet im Duell mit einem direkten Konkurrenten gestoppt worden, nächste Woche ist der HSV beim FC Ingolstadt nun zum Siegen verdammt.

Die Wölfe verhinderten durch den zweiten Heimsieg der laufenden Saison die schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte (18 Punkte 2005/06).

Ekdal sieht unnötig Gelb-Rot

Mittelfeld-Abräumer Ekdal hatte schon früh nach einem dämlichen Foul an Paul-Georges Ntep mit Gelb-Rot vom Platz gehen müssen. Der Schwede war nur fünf Minuten zuvor verwarnt worden, grätschte Ntep nichtsdestotrotz aber rüde an der Seitenlinie um.

So setzte sich ein unrühmlicher Trend fort: Der HSV kassierte in fünf der letzten elf Bundesligaspiele einen Platzverweis. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena brachte Ismael mit Yunus Malli und Ntep, der das 1:0 vorbereitete, gleich zwei Wintereinkäufe.

Gisdol vertraute seinem neuen Innenverteidiger Mergim Mavraj und musste kurzfristig auf den verletzten Johan Djourou verzichten - so kam auch Kyriakos Papadopoulos im Abwehrzentrum zu seinem HSV-Debüt. Am Spielplan der Hanseaten bei gegnerischem Ballbesitz änderte das aber zunächst nichts: Der HSV spielte von Beginn an aggressives Pressing.

Neuzugang Malli verzieht knapp

Allerdings ließen sich die Wölfe von dem Druck nicht beeindrucken und so sahen die Zuschauer ein temporeiches Spiel.

Und die Hausherren hatten die ersten Möglichkeiten: Malli (8.) zeigte seine Fähigkeiten, verzog aus rund 15 Metern aber knapp. Auch Gomez (21.) hatte aus kurzer Distanz kein Glück. Der HSV tat sich in der Offensive hingegen ziemlich schwer.

Wolfsburg zeigte die reifere Spielanlage, machte aber zu wenig aus seiner Überlegenheit. Auch in Überzahl tat sich Wolfsburg gegen die defensiv gut organisierten Hamburger schwer, die Neuzugänge Mavraj und Papadopoulos ließen kaum etwas zu.

Ntep setzt Gomez in Szene

Der HSV igelte sich hinten geschickt ein, versuchte nach Ballgewinnen aber auch immer wieder selbst, Nadelstiche in der Offensive zu setzen.

Für die entscheidende Aktion aber sorgte Ntep: Auf der linken Seite setzte sich der Neuzugang von Stade Rennes mit feinem Dribbling und schnellem Doppelpass stark durch und bediente Gomez, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste.

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