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Düsseldorf - Der FC Bayern stimmt sich beim Vorbereitungsturnier in Düsseldorf auf den Wiederbeginn der Bundesliga ein. Doch Kapitän Philipp Lahm mahnt. Arturo Vidal wird angeschlagen ausgewechselt.

Die Bayern hatten es eilig.

Kapitän Philipp Lahm reckte den Pokal in die Höhe. Ein kurzer Jubel nach dem mittlerweile dritten Triumph beim Telekom Cup, dann verschwand der Rekordmeister in der Kabine. Den Konfettiregen bekamen die Bayern schon fast nicht mehr mit.

Klar, ein verdienter Sieg beim Vorbereitungsturnier in Düsseldorf ist sechs Tage vor dem Hinrundenfinale beim SC Freiburg am Freitag (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) ein schöner Abschluss der kurzen Wintervorbereitung. Wichtig für das Selbstvertrauen, wobei das sowieso kein akutes Problem beim Tabellenführer ist.

Doch ein Grund für ausufernde Euphorie ist der Erfolg auch nicht. Auch wenn sich die Bayern in den beiden 45-minütigen Spielen gegen Gastgeber und Zweitligist Fortuna Düsseldorf (4:1 im Elfmeterschießen) und im Finale gegen den FSV Mainz 05 (2:1) bereits auf ordentlichem Niveau präsentierten.

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Luft nach oben

Ordentlich, mehr aber auch erst einmal nicht. Mit Luft nach oben also.

"Es ist schön, dass wir gewonnen haben. Aber wir können besser spielen. Das sollten wir auch, offensiv wie defensiv", sagte Lahm: "Man wird immer erst sehen, auf welchem Niveau die Mannschaft ist, wenn ein paar Spiele rum sind."

Ein letzter Indikator vor dem 17. Spieltag war das Turnier trotzdem. Trainer Carlo Ancelotti musste auf die verletzten Thiago und Jerome Boateng sowie auf die erkälteten Arjen Robben und Robert Lewandowski verzichten und setzte in beiden Partien auf den erweiterten Stamm.

Vidal angeschlagen ausgewechselt

Die Bayern waren dann auch in beiden Spielen dominant. Offensiv gab es auch dank des agilen Franck Ribery einige gelungene Kombinationen, auch wenn sich die Bayern vor allem gegen die tief stehenden Düsseldorfer zeitweise schwertaten, hochkarätige Möglichkeiten herauszuspielen. Dazu leisteten sie sich vor allem gegen Mainz in der Defensive den einen oder anderen Wackler.

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Möglicher Wermutstropfen: Arturo Vidal musste im Finale angeschlagen ausgewechselt werden, der Chilene hielt sich dabei die Rippen.

"Das Turnier hat sicher nicht die allerletzte Bedeutung, aber wir können zufrieden sein", sagte Thomas Müller, der Lewandowski in der Spitze ersetzt hatte. Er machte seine Sache ordentlich, blieb aber ohne Treffer.

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Auf Tricks wie zuletzt, als er sich durch ein "Gespräch" mit seinem Reisepass vor Interviews drückte, verzichtete der Weltmeister. Er verdeutlichte aber nachdrücklich, dass ihn die Diskussionen um seine Person zuletzt gestört haben.

Müller als Sturmspitze

Also die Frage, wo der in der Hinrunde (ein Bundesligator) kriselnde Müller seinen Platz im Ancelotti-System finden wird. Die Sturmspitze wird es wohl nicht, Müller selbst favorisiert die Position hinter Lewandowski.

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"Mir wird das ein wenig zu viel thematisiert. Man sollte da die Kirche im Dorf lassen und sich nicht immer einzelne Spieler rauspicken, sondern uns als Mannschaft sehen", sagte Müller. Ehe er weiter ausholen konnte, hupte der Fahrer des Mannschaftsbusses.

Wie gesagt, die Bayern hatten es eilig.

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