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Uli Hoeneß und Hermann Gerland sind seit Jahrzehnten Weggefährten beim FC Bayern © imago

Ex-Mediendirektor Markus Hörwick beschreibt, wie Bayerns Co-Trainer dem Präsidenten zu seinem größten Wunsch verhalf. Thomas Müller spielt die entscheidende Rolle.

Mehr als drei Jahrzehnte war er ein Gesicht des FC Bayern - zumindest für Journalisten und Berichterstatter.

Als Mediendirektor des Rekordmeisters hat Markus Hörwick Pressekonferenzen geleitet, Transfer-Coups verkündet, die mächtigen Bosse in der Öffentlichkeit vertreten. 

Als der 60-Jährige seinen Posten im vergangenen Jahr aufgab, würdigte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge seine "Leidenschaft und Loyalität" für den Verein.

Jetzt, da Hörwick nicht mehr offizielles Sprachrohr des Rekordmeisters ist, plaudert er hin und wieder aus dem Nähkästchen. Über seine Arbeit und ehemalige Weggefährten an der Säbener Straße.

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In einem Beitrag für das Magazin Socrates widmet sich Hörwick dem Aufstieg des Thomas Müller

Der Stürmer hat bei den Münchnern einen bilderbuchartigen Aufstieg hingelegt - vom Eigengewächs zum Nationalspieler.

Müller einer wie Michael Owen

Von so etwas hatte Präsident Uli Hoeneß Jahre lange geträumt. "Dass es beim FC Bayern mal einen Typen wie [...] Michael Owen gibt. Einen jungen Spieler aus der eigenen Jugend, der auf Anhieb den Durchbruch in der Liga und bei einer WM schafft und eine ganze Nation begeistert", verrät Hörwick in seinem Beitrag. 

"Thomas Müller hat diesen Traum von Uli Hoeneß wahr werden lassen. Er hat ihn sogar noch übertroffen", schreibt der heutige Medienberater.

Gerland empfahl Müller: "Den kannst du blind nehmen"

Einen entscheidenden Anteil daran, dass Hoeneß' Traum in Erfüllung ging, hatte offenbar Co-Trainer Hermann Gerland

Das Urgestein war schon damals, 2010, als Müller zu den Profis kam, Assistent von Coach Louis van Gaal. Er empfahl seinem Boss: "Den kannst du blind nehmen."

So erinnert sich Markus Hörwick bei Socrates: "Louis van Gaal hörte auf Hermann - und ließ Thomas dann immer spielen. Dadurch hat Thomas intern wie extern eine Wertigkeit bekommen wie vorher wohl kaum ein anderer Jungprofi, der gerade von den Amateuren hochgezogen wurde", schreibt er. "Uns war sofort klar: Mit diesem Mann müssen wir uns sofort beschäftigen, der wird in den Fokus geraten."

Von Gerland empfohlen, von van Gaal gefördert - auch dank seiner Mentoren stieg Müller seinerzeit schnell zum Stammspieler, Leistungsträger und Liebling der Massen auf. Der Traum des Uli Hoeneß war Wirklichkeit geworden. 

"Thomas startete die Saison als Nobody und beendete sie als Superstar. Eine Raketen-Karriere, die es so vielleicht kein weiteres Mal geben wird", schreibt Hörwick. 

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