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Uli Hoeneß ist wieder Präsident des FC Bayern München
Uli Hoeneß ist seit November 2016 wieder Präsident des FC Bayern München © Getty Images

637 Tage saß Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in Haft. Nun kündigt er an, dass er nie wieder zocken will. Nicht einmal, wenn es um die Bayern geht.

Nie wieder zocken! Das hat sich Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß nach seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung vorgenommen.

"Es war nicht mal der Ansatz einer Sucht. Für mich war das damals ein unglaublicher Spaß. Heute nicht mehr! Ich verwalte noch mein Vermögen und mache keine großen Spekulationen mehr", sagte der 65-Jährige beim Alpensymposium im schweizerischen Interlaken.

Keine Wette auf Meisterschaft der Bayern

Auch auf eine Meisterschaft seiner Bayern in diesem Jahr will Hoeneß nicht wetten: "Ich darf ja nicht mehr zocken."

Vor seiner Haftstrafe zockte Hoeneß teilweise Tag und Nacht an der Börse. Die Konsequenz: Weil er Steuern in Höhe von 28,5 Millionen Euro hinterzogen hatte, musste der Bayern-Präsident im Juni 2014 in Haft. Nach 637 Tagen hinter Gittern kam er im Februar 2016 wieder frei.

WM-Aufstockung "unmöglich"

Einen Seitenhieb auf die Aufblähung der WM 2026 (48 statt 32 Teams) kann sich der 65-Jährige in Interlaken aber nicht verkneifen.

"Ich finde den Entschluss unmöglich. Bei der WM-Aufstockung besteht eindeutig der Verdacht, dass sie nur zur Gewinn- und Stimmenmaximierung erfolgte. Ich glaube nicht, dass es 48 sehr, sehr gute Mannschaften gibt. Und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Spieler ist ja auch Thema", sagte Hoeneß.

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