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Borussia Dortmund drohen nach dem Fan-Eklat gegen RB Leipzig schwerwiegende Folgen: Der DFB fordert neben einer Geldstrafe auch eine Komplettsperrung der Südtribüne.

Die Reaktionen auf die drohende Sperrung der Südtribüne fallen bei den Fans von Borussia Dortmund gespalten aus.

Von "weiß nicht" über " zu hart" bis "angemessen", lauteten die Kommentare bei den BVB-Anhängern.

Fakt ist: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert nach den Ausschreitungen rund um das Bundesliga-Spiel zwischen der Borussia und RB Leipzig eine Sperre der Dortmunder Südtribüne für ein Bundesligaspiel.

Zudem soll der BVB eine Strafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Der entsprechende Antrag wurde den Dortmundern am Freitag zugestellt, wie der DFB mitteilte.

BVB kann bis Montag Stellung nehmen

Der BVB hat bis Montagmittag Zeit, sich zu dem Strafantrag zu äußern. Stimmt der Verein dem Antrag zu, mündet dieser in ein rechtskräftiges Urteil des Sportgerichts. Anderenfalls wird der Antrag dem DFB-Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Die Dortmunder erklärten am Freitagmittag, sie würden den "Antrag sorgfältig - auch vor dem Hintergrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse - prüfen" und anschließend "fristgerecht Stellung beziehen".

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Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik beim Pokalfinale 2016 in Berlin standen die Dortmunder bereits unter Bewährung, bei weiteren Vorkommnissen sollte der Unterrang der Südtribüne (Block 10 bis 15) gesperrt werden.

Aufgrund mehrerer neuerlicher Vorkommnisse in den vergangenen Wochen droht nun sogar eine Komplettsperrung der "Gelben Wand".

Fehlverhalten auch gegen Hoffenheim und in Mainz

Neben Bannern und Spruchbändern mit verunglimpfenden und diffamierenden Inhalten sowie dem Irritieren Leipziger Spieler mit einem Laserpointer im Spiel gegen RB Leipzig führte der DFB in seiner Begründung auch Dortmunder Fehlverhalten in anderen Partien auf.

So sei beim Hinspiel in Leipzig im September im Dortmunder Block ebenfalls ein beleidigendes Banner gezeigt worden. Im Spiel gegen die TSG Hoffenheim im September seien mehrmals Schmähgesänge skandiert worden, auch das Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock im Spiel bei Mainz 05 am 19. Januar wurde für die Urteilsfindung berücksichtigt.

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Die Vorfälle rund um das BVB-Spiel gegen Leipzig, bei denen außerhalb des Stadions Polizisten und Gäste-Fans angegriffen worden waren, spielten dafür jedoch keine Rolle. "Hier liegt die alleinige Zuständigkeit bei den staatlichen Stellen (Polizei, Staatsanwaltschaft, ordentliche Gerichte)", erklärte der DFB in seiner Mitteilung.

DFB kritisiert "gravierendes Fehlverhalten"

Auch davon abgesehen habe es jedoch "gravierendes Fehlverhalten von Teilen der Dortmunder Zuschauer" gegeben, "das ein massiveres Eingreifen der DFB-Organe erfordert", erklärte der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Dr. Anton Nachreiner.

Zu den Schmähplakaten beim Spiel gegen Leipzig sagte Nachreiner: "Eine derartige Verunglimpfung und Diffamierung von einzelnen Personen und Vereinen durch Transparente und Schmähgesänge ist nicht hinnehmbar und muss konsequent sanktioniert werden. Dasselbe gilt auch für den Einsatz von Pyrotechnik."

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