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Hamburger SV - General Meeting
Joachim Hilke sieht sich ernsten Vorwürfen ausgesetzt © Getty Images

Der Hamburger SV reicht offenbar Strafanzeige gegen seinen ehemaligen Marketing-Vorstand ein. Joachim Hilke wehrt sich gegen die ernsten Vorwürfe.

Der Hamburger SV hat gegen seinen ehemaligen Vorstand Joachim Hilke offenbar eine Strafanzeige eingereicht.

Wie die Sport Bild berichtet, habe die interne Revision des Bundesliga-Vereins ergeben, dass ein Fall mit strafrechtlicher Relevanz vorliege. Der Vorwurf: Veruntreuung. 

Bereits am vergangenen Mittwoch hatte der HSV dem einstigen Marketing-Mann fristlos gekündigt und jegliche Gehaltszahlungen gestoppt. Ausgeschieden war Hilke, der noch bis Juni bezahlt werden sollte, bereits im November des vergangenen Jahres. 

Stets im Interesse des HSV?

Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, sich im Verbund mit der Agentur Match IQ, die für die Organisation von Trainingslagern und Testspielen verantwortlich ist, bereichert zu haben.

Der HSV arbeitet bereits nicht mehr mit Match IQ zusammen, Hilke hatte die Anschuldigungen schon nach seiner Kündigung zurückgewiesen. "Mir sind keine Vorteile jedweder Art aus der Agenturbeziehung zugekommen. Ich habe stets im Interesse des HSV gehandelt", erklärte Hilke. Er sei zu keinem Zeitpunkt an Match IQ beteiligt gewesen sein. 

Mit Match IQ viel Geld verdient

Von einem eigentlich angedachten Job als Geschäftsführer der Agentur nahm er im Zuge der jüngsten Entwicklungen Abstand. Match IQ wehrte sich in einem offiziellen Statement ebenfalls gegen die Vorwürfe und kündigte an, die Vertragsauflösung durch den HSV juristisch prüfen zu lassen.

Geschäftsführer Nicholas MacGowan teilte mit: "Eins ist jedenfalls sicher – der HSV hat durch die Arbeit von Match IQ viel Geld verdient." 

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