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Philipp Lahm, FC Bayern München, Bundesliga
Philipp Lahm zieht eine Klage gegen ein Fitness-Startup in Erwähnung © Getty Images

München - Die Falschmeldung einer Fitness-Firma auf Kosten von Philipp Lahm könnte ein juristisches Nachspiel haben. Das Startup-Unternehmen entschuldigt sich.

Am 1. April hat eine Falschmeldung auf Kosten von Philipp Lahm die Runde gemacht.

Der Kapitän des FC Bayern steige als neuer Großinvestor bei dem Münchner Fitness-Startup FITrate ein und investiere eine siebenstellige Summe in das Projekt, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der SID und in der Folge mehrere Medien hatten darüber berichtet. Ein riesiges Missverständnis, wie der Gründer des Unternehmens nun klar stellt.

"Es war ein Aprilscherz, der ausschließlich in unserem Newsletter an unsere Mitglieder verschickt werden sollte", sagt Vahid Imani.

Mitarbeiter sorgt für Fauxpas

Dieser Plan ging nicht ganz auf. Der spontane Scherz gelangte an die Öffentlichkeit, weil ein Mitarbeiter ihn versehentlich auch an den Presseverteiler gesendet hatte. "Dass die Nachricht somit in überraschend vielen Publikationen auftauchte, hätten wir niemals erwartet", erklärt Imani.

Dennoch ist keine sofortige Richtigstellung und Kennzeichnung als Falschmeldung seitens des Unternehmens aus eigener Initiative erfolgt, was Lahm und seine Agentur kritisierten. Des Weiteren beinhaltete die Mitteilung auch frei erfundene Lahm-Zitate.

Laut Lahms Agentur befasse sich nun eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Angelegenheit und wird zunächst Kontakt zum Unternehmen aufnehmen, um die Möglichkeiten einer Einigung auszuloten.

Gründer bittet Lahm um Entschuldigung

Gründer Imani und sein Team bitten Lahm und die Medien um Entschuldigung: "Wir haben nie beabsichtigt, einen Schaden herbeizuführen oder Philipp Lahm zu diskreditieren oder zu verärgern."

Und weiter: "Wir als Sportler stehen zu unserem Fehler und werden Philipp Lahm Angebote unterbreiten, wie wir das gerade biegen können, wie etwa mit einer Spende an die Philipp Lahm Stiftung."

In einem Statement von Lahm heißt es, dass die Entschuldigung ihn erreicht hätte, damit aber noch nicht alles wieder gut wäre: "Ich lasse mich in der Angelegenheit auf Grund der großen Aufmerksamkeit von einem Anwalt beraten. Die persönliche Entschuldigung hat mich erreicht. Dennoch ist das Unternehmen mit dieser Aktion deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Wir werden jetzt direkten Kontakt aufnehmen und nach einer Lösung suchen."

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