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Auf den Bus von Borussia Dortmund wurde am 12. April ein Anschlag verübt
Nach dem Anschlag auf den Bus des BVB gibt es ein weiteres Bekennerschreiben © Getty Images

Die Bundesanwaltschaft prüft ein drittes Bekennerschreiben nach dem Anschlag auf den Bus des BVB. Es liegen rechtsextremistische Inhalte vor.

Bei den Ermittlungen zum Bombenanschlag auf den Bus von Borussia Dortmund prüfen die Fahnder eine neue Spur.

Der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe liegt nach eigenen Angaben ein drittes und anonymes Bekennerschreiben mit rechtsextremistischen Inhalten vor, das bei der Zeitung Tagesspiegel per Email eingegangen war. Das Schreiben enthält demnach auch die Drohung mit einem weiteren Anschlag.

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Rätselraten um Hintergründe nimmt zu

Das neue Bekennerschreiben vergrößert das Rätselraten über die Hintergründe des Attentats vom vergangenen Dienstag.

Schon kurz nach der Tat waren in Tatortnähe drei wortgleiche Schreiben mit Hinweisen auf einen islamistischen Hintergrund gefunden worden, ehe kurz darauf im Internet auch aus linksextremistischer Richtung die Verantwortung für den Anschlag übernommen wurde.

An der Authenzität beider Mitteilungen bestehen aufgrund untypischer Inhalte und Formulierungen Zweifel.

Insbesondere die islamistischen Schreiben könnten nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR auch lediglich zur Vortäuschung eines religiösen Tatmotivs und einer Verbindung zur Terrormiliz IS verfasst worden sein. Eine Bewertung des dritten Bekennerschreibens wollte die Bundesanwaltschaft am Samstag nicht vornehmen.

Weiterer Anschlag angekündigt

In der Bekenner-Email heißt es laut Tagesspiegel, der Anschlag in Dortmund sei eine "letzte Warnung". Der anonyme Verfasser berufe sich auf Adolf Hitler und drohe mit einem weiteren Anschlag. Auch werde gegen "Multi Kulti" gehetzt. Weiter heißt es, am 22. April (Samstag) werde "buntes Blut fließen". Der "Trupp Köln" stehe bereit.

Die Drohung könnte der Zeitung zufolge auf die geplanten Proteste gegen den Parteitag der AfD in Köln abzielen - eine der gängigen Parolen gegen Rechts lautet "bunt statt braun".

Aus Sicherheitskreisen hieß es demnach, dass das Schreiben ernst genommen werde. Die Mail könne mit dem Anschlag von Dortmund zu tun haben, "es könnte aber auch ein Trittbrettfahrer sein".

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