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Werder Bremen v FC Schalke 04 - Bundesliga
Max Kruse (r.) und Theodor Gebre Selassie gehörten zu den Bremer Torschützen © Getty Images

Nach 19 von 21 möglichen Punkten zuletzt ist für Werder die Europa League plötzlich in Reichweite. Mit einem Sieg im bei Eintracht Frankfurt könnten sie an den Hessen vorbeiziehen.

Europa? Werder Bremen? Frank Baumann musste über seine Antwort selbst schmunzeln. "Ich weiß nicht, ich habe bis jetzt noch nicht auf die Tabelle geguckt", sagte der Sportchef von Werder Bremen, der sich wie Trainer Alexander Nouri nicht einmal ansatzweise vom Fokus Klassenerhalt ablenken lässt. Auch nach 19 von 21 möglichen Punkten aus den vergangenen sieben Partien stapeln die Hanseaten weiter tief. 

"Wir haben die Straße Richtung Klassenerhalt beschritten und werden die Richtung nicht ändern. Wir haben einen klaren Blick", sagte Nouri vor dem Duell bei Eintracht Frankfurt am Freitag (ab 20.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Mit dem vierten Sieg in Serie könnte Werder die Hessen überholen, und müsste noch häufiger über die Chancen einer möglichen Europacup-Qualifikation referieren. 

Sechs Punkte vor dem 16.

Werder ist das viertstärkste Team der Rückrunde, Werder hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf Rang fünf. Und doch geht der Blick zunächst weiter nach unten, Richtung Relegationsrang 16, den derzeit der FC Augsburg belegt. Mit sechs Punkten Rückstand auf die Grün-Weißen. "Natürlich sieht es momentan ganz schön aus", sagte Baumann. 

Erst wenn der Klassenerhalt unter Dach und Fach ist, werden sich die bodenständigen Hanseaten mit neuen Themen beschäftigen. Dazu zählt auch die Vertragsverlängerung mit Nouri, die immer wahrscheinlicher wird. 

Nouri konnte zuletzt jede Menge Argumente für sich verbuchen. Der 37-Jährige stabilisierte die labile Defensive und impfte seinem Team eine Siegermentalität ein. "Freitag haben wir ein fantastisches Spiel. Wir haben derzeit das Gefühl, dass wir jeden schlagen können", sagte Innenverteidiger Niklas Moisander. 

Delaney und Gnabry fallen aus

Allerdings muss Werder weiter etliche Verletzte ersetzen. In Thomas Delaney, dem zuletzt so herausragenden Dänen, fehlt eine weitere Säule aufgrund eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel, auch für Shootingstar Serge Gnabry (Adduktorenprobleme) kommt ein Einsatz noch zu früh.

Werder trifft auf einen angeschlagenen Gegner, der in der Hinrunde noch so für Furore sorgte. Nun ist Frankfurt seit mittlerweile acht Liga-Partien erfolglos und sucht händeringend den Weg aus der Formkrise. "Leider habe ich recht bekommen mit meiner Aussage im Winter, dass wir keine Mannschaft sind, die da oben viel zu suchen hat", sagte Trainer Niko Kovac: "Wir machen die Chancen nicht mehr rein, das dreht sich aber auch wieder."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen: 

Frankfurt: Hradecky - Vallejo, Abraham, Oczipka - Mascarell, Gacinovic - Chandler, Tawatha - Fabian - Hrgota, Rebic

Bremen: Wiedwald - Veljkovic, Moisander, Caldirola - Eggestein - Gebre Selassie, Grillitsch, Junuzovic, Garcia - Bartels, Kruse

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