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TSG 1899 Hoffenheim v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Kevin Vogt ist mit der Leistung von Christian Dingert nicht einverstanden © Getty Images

Sinsheim - Schiedsrichter Christian Dingert übersieht erneut ein klares Handspiel eines Gladbachers. Auch Sieger Hoffenheim haderte bereits einmal mit dem Unparteiischen.

Erneut kam es bei einem Bundesliga-Spiel von Borussia Mönchengladbach zu Diskussionen wegen eines nicht gegebenen Handspiels - und erneut stand Schiedsrichter Christian Dingert dabei im Fokus.

Es lief die 35. Spielminute in Sinsheim. Hoffenheim-Torwart Oliver Baumann wurde nach einem Rückpass im eigenen Fünfmeterraum in Bedrängnis gebracht. Baumann versucht die Situation mit einem Befreiungsschlag zu bereinigen, wurde dabei aber von Jonas Hofmann gestört. Der Gladbacher spielte den Ball daraufhin klar mit der Hand, über den Umweg Mo Dahoud kam der Ball zu Lars Stindl, der zum zwischenzeitlichen 2:2 einschob.

Die Pfeife von Dingert blieb zum Leidwesen der Hoffenheimer stumm - ein Fehler, wie sich sehr schnell herausstellte. 

Es hätte der Aufreger des Spieltags werden können - hätte, denn nach einer spektakulären zweiten Halbzeit mit vier weiteren Toren gewann Hoffenheim mit 5:3 und bleibt weiter klar auf Kurs direkte Champions-League-Qualifikation. Dass sich Dingert bei der Partie weitere grobe Fehler leistete, spielte am Ende kaum eine Rolle - die Beteiligten hatten sogar Mitleid mit dem Referee.

Hecking nimmt Dingert in Schutz

"Für den Schiedsrichter war das unglaublich schwer. So schnell konnte er gar nicht hin- und herlaufen", äußerte sich Gladbach-Coach Dieter Hecking: "Ich mache ihm keinen Vorwurf. Bei dem Tempo muss man Fehlentscheidungen auch mal akzeptieren." 

Die Szene mit Hofmanns Handspiel erinnerte stark an Dingerts Fauxpas am 26. Februar. In Ingolstadt ließ er ein klares Handtor des darüber selbst etwas verunsicherten Stindl zur richtungsweisenden 1:0-Führung gelten. 

Dingert verpasste es damals, nach dem Treffer Stindl zu befragen. Dieser Fakt sorgte bei den Schanzern für besonderen Ärger.

"Wenn der Schiedsrichter Stindl fragt, sagt er bestimmt, dass es Hand war", so Trainer Maik Walpurgis seinerzeit. Verteidiger Matip berichtete von einem Dialog mit dem Torschützen: "Lars kam zu mir und sagte 'Wenn der Schiri gefragt hätte, hätte ich Handspiel gesagt'."

Nagelsmann sauer nach Ellenbogenschlag

Doch auch Hoffenheim machte in dieser Saison schon "schlechte Erfahrungen" mit Dingert.

Am 14. Spieltag stand der 36-Jährige nach dem Spiel bei Eintracht Frankfurt in der Kritik. Julian Nagelsmann echauffierte sich über einen nicht geahndeten Ellenbogenschlag von Frankfurts David Abraham gegen Sandro Wagner. 

Nagelsmann berichtete damals von einen Gespräch mit Dingert nach Abpfiff. "Der Schiedsrichter hat gesagt, dass ich ihn in der Halbzeit hätte auswechseln müssen - als Witz", sagte Hoffenheims Trainer.

Nach dem Sieg gegen Gladbach wird er mit einem lächelnden Auge über die Fehlentscheidung hinwegsehen können.

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