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Dieses Plakat hielten Eintracht-Ultras in der Partie gegen Augsburg hoch © Imago

Einige Fans der Eintracht zeigen gegen Augsburg ein geschmackloses Plakat. Der DFB ermittelt gegen Frankfurt. Der Klub droht den Fans mit Konsequenzen.

Dieses Plakat könnte ein gerichtliches Nachspiel haben.

Einige Frankfurter Ultras hatten beim 3:1-Sieg gegen den FC Augsburg ein Plakat mit der Aufschrift "Für jedes Stadionverbot…Bulle Tod" in der zweiten Hälfte hochgehalten. 

Die Eintracht-Ultras protestieren damit gegen die vor kurzem ausgesprochenen Stadionverbote gegen einige Anhänger. 

Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann hatte sich am Montagmorgen für das Hetzplakat einiger Fans des Bundesligisten beim Polizeipräsidenten der Mainmetropole entschuldigt.

Frankfurt droht Fans mit Konsequenzen

Die für das Banner verantwortlichen Anhänger "werden neben den strafrechtlichen Konsequenzen seitens der Polizei mit Stadionverboten seitens der Eintracht rechnen müssen", teilte ein Sprecher der Hessen mit.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill habe die Entschuldigung angenommen. Frankfurt droht wegen des Hetzplakates der eigenen Fans eine Strafe durch den DFB. Der Kontrollausschuss leitete am Montag ein Ermittlungsverfahren ein, die Hessen müssen zeitnah eine schriftliche Stellungnahme abgeben.

Im Anschluss wird über einen möglichen Strafantrag entschieden.

GdP fordert Konsequenzen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte mit Empörung auf die Entgleisung der Ultras und forderte strafrechtliche Folgen für die betreffenden Personen.

"Auch wir erwarten Konsequenzen, die der Frankfurter Vorstand bereits angekündigt hat. Wir gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft aktiv wird", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow, der die Entschuldigung des Vereins begrüßte. 

DFB ermittelt gegen Köln und Hamburg

Auch gegen den 1. FC Köln und Hamburger SV wird ermittelt. 

Die FC-Fans hatten im Spiel gegen 1899 Hoffenheim am Freitag (1:1) den Kraichgauer Mehrheitseigner Dietmar Hopp und dessen Familie von der Südtribüne aus mit Spruchbändern und Sprechchören aufs Übelste beleidigt.

Am Samstag musste das Spiel des HSV gegen Darmstadt 98 (1:2) kurz nach dem Anpfiff für drei Minuten unterbrochen werden, weil die Hamburger Anhänger eine Rauchbombe gezündet hatten. 

"Wir verurteilen es aufs Schärfste, dass mit dieser Aktion Gesundheit und Sicherheit von vielen tausend Fans auf den Tribünen riskiert wurden", teilte der Vorstand des HSV am Montag mit: "Der HSV wird die Polizei uneingeschränkt dabei unterstützen, die Täter zu identifizieren." Gegen ermittelte Täter wolle man Ersatzansprüche für eventuelle Strafen geltend machen.

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