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Bayern München, TSG 1899 Hoffenheim, Bundesliga
Seit dem Hinspiel weiß TSG-Coach Nagelsmann (l.), wie sich die Trainerbank beim FC Bayern anfühlt © Getty Images

München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Julian Nagelsmann erneut in den höchsten Tönen gelobt, rät ihm aber vorerst zum Verbleib in Hoffenheim.

"Ich bin überzeugt: Wenn er sich so weiterentwickelt, wird er irgendwann für größere Vereine ein Thema werden. Er ist aber gut beraten, hier noch drei bis vier Jahre zu bleiben", sagte Hoeneß beim Besuch des Heidelberger Olympiastützpunktes am Montagabend.

Gleichzeitig drückte Hoeneß seine hohe Wertschätzung für den jüngsten Bundesliga-Trainer aller Zeiten aus, der Hoffenheim in einem Jahr vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Anwärter gemacht hat.

"Eine große Sensation"

"Es ist eine große Sensation, dass er in dem Alter ohne jegliche Erfahrung den Sprung aus der Jugend in den bezahlten Fußball geschafft hat und das in einer Art und Weise, die beeindruckend ist."

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Hoeneß hatte zuletzt erklärt, dass Nagelsmann ein potenzieller Kandidat für den Rekordmeister sei.

"Er ist sicherlich einer der Trainer, die irgendwann einmal für Bayern infrage kommen", sagte der Bayern-Boss bei SPORT1.

Nagelsmann über Interesse geschmeichelt

Der Coach des Tabellenvierten hatte sich danach im großen Interview mit SPORT1 geschmeichelt gezeigt, aber betont, er wolle seinen bis 2019 laufenden Vertrag bei der TSG erfüllen.

"Natürlich freut es mich, wenn ich das Interesse von einem der größten Klubs in Europa wecke. Es wäre doch Schwachsinn zu sagen, dass ich mich nicht darüber freuen würde", sagte Nagelsmann.

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"Wenn Bayern mich irgendwann mal haben will und die Situation passt, dann kann man sicherlich darüber nachdenken. Das ist logisch. Ich finde aber, dass man über einen Nachfolger sprechen sollte, wenn der Vorgänger weg ist. Und Carlo Ancelotti macht bei Bayern einen hervorragenden Job."

Hoeneß-Rechnung: Erst Ancelotti, dann Nagelsmann

Genauso sieht es auch Hoeneß. "Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Carlo Ancelotti", bekräftigte Hoeneß in Heidelberg. Bei SPORT1 hatte er zudem ergänzt: "Vielleicht bleibt er ja noch fünf Jahre."

Und dann könnte Hoeneß' Vorschlag in Richtung Nagelsmann aufgehen, diesen noch ein paar Jahre in Hoffenheim zu "parken" - bevor er als Ancelotti-Nachfolger zu den Bayern geht.

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