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Thomas Müller (l.) fehlt den Bayern bei der TSG Hoffenheim
Thomas Müller (l.) fehlt den Bayern bei der TSG Hoffenheim © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/iStock/Imago

München - Die Bayern gehen als Favorit in jedes Bundesligaspiel. SPORT1 nennt Gründe, warum die TSG Hoffenheim die Münchner trotzdem schlagen kann.

Der FC Bayern ist in der Bundesliga enteilt, die Meisterschaft ist den Münchnern nicht mehr zu nehmen.

Die letzte Liga-Niederlage der Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti ist lange her: Am 19. November 2016 verlor man mit 0:1 bei Borussia Dortmund.

Am Dienstagabend müssen die Bayern bei der TSG Hoffenheim ran (ab 19.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). SPORT1 nennt elf Gründe, warum die Kraichgauer den FCB schlagen können.

1. Voller Fokus auf Real

Kommende Woche empfangen die Bayern in der Champions League Real Madrid. Das Duell mit den Königlichen überstrahlt bei den Münchnern derzeit alles. Ancelotti sieht das Spiel gegen seinen Ex-Klub als persönliche Bewährungsprobe. Neben Thiago schont der Italiener möglicherweise deshalb bei der TSG weitere Stammspieler. Und die Akteure auf dem Platz könnten im Kopf auch schon bei Cristiano Ronaldo statt Sandro Wagner sein.

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2. Kein Neuer

Sicher fehlen wird in Sinsheim Manuel Neuer: Der Bayern-Keeper musste am linken Fuß operiert werden, sogar sein Einsatz gegen Real scheint fraglich. Gegen Hoffenheim steht der beste Torwart der Welt nicht im Kasten, hinter der Abwehr fehlt den Bayern damit ihr Ruhepol: In Neuers vier letzten Bundesligaspielen kassierten die Bayern nicht einen einzigen Gegentreffer.

3. Schwachpunkt Ulreich

Neuers Vertreter ist Sven Ulreich. Dem Ersatzmann fehlt die Spielpraxis, beim 6:0 gegen Augsburg am Samstag war er überhaupt nicht gefordert. Die Hoffenheimer werden aus allen Lagen schießen und auf einen Patzer hoffen. Die TSG hat passend dazu übrigens die besten Scharfschützen der Liga: Zehn Weitschusstore sind Ligaspitze.

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4. Müller fehlt

Lange steckte Thomas Müller diese Saison in einer Krise, doch zuletzt lief es wieder beim Weltmeister. Gegen Augsburg netzte Müller zwei Mal ein. Bitter: Beim zweiten Tor traf ihn Christoph Janker am Knöchel, gegen Hoffenheim fällt der "Raumdeuter" deshalb aus. Eine Schwächung für die Bayern-Offensive - ein Vorteil für den Gegner.

5. Thiago auch

Auch er spielte zuletzt bärenstark, auch er fehlt gegen Hoffenheim: Thiago, der schon fünf Tore vorbereitete, werden die Bayern im Mittelfeld schmerzlich vermissen. Die Hoffenheimer freut's.

6. Neu-Bayern wollen sich empfehlen

Niklas Süle und Sebastian Rudy spielen kommende Saison für die Bayern. Das Spiel gegen die neuen Kollegen wollen die beiden sicherlich nicht abschenken. Im Gegenteil: Jetzt können die beiden Nationalspieler beweisen, dass sie das Zeug für einen Stammplatz beim Rekordmeister haben. Sie wissen: Ancelotti wird genau hinschauen.

7. Hoffenheim zuhause eine Macht

Die Rhein-Neckar-Arena ist zur Festung geworden. Die TSG ist neben Bayern und Dortmund eines von drei Teams, die in dieser Saison noch keine Heimniederlage hinnehmen mussten. Die aktuelle Serie von 13 Heimspielen in Folge ohne Niederlage ist laufender Vereinsrekord.

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8. TSG kann wirbeln

Die Hoffenheimer Offensive hat das Zeug, die Bayern-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Hoffenheim verfügt über die drittbeste Offensive der Liga. Nur jeweils zwei Mannschaften erzielten mehr Tore, gaben mehr Torschüsse ab oder spielten mehr Großchancen heraus.

9. Europa-Euphorie in Hoffenheim

Hoffenheim winkt die erste Europacup-Teilnahme überhaupt. Mit elf Punkten Vorsprung auf Rang sechs und sieben ist die Qualifikation für die UEFA Europa League durchaus realistisch. Sogar die Champions League ist für den Tabellendritten mit acht Punkten Vorsprung auf Rang fünf drin. Das setzt Energie frei: Am vergangenen Freitag holte TSG beim Sieg in Berlin Big Points gegen einen direkten Konkurrenten. Gegen Bayern gibt es nichts zu verlieren - aber viel zu gewinnen.

10. TSG weiß, wie man Bayern nervt

Hoffenheim konnte die Bayern noch nie in seiner Geschichte besiegen. Aber: In der Hinrunde ging die TSG den Münchnern in der Allianz Arena richtig auf die Nerven. Am Ende gab es ein 1:1, streckenweise waren die Gäste die bessere Mannschaft. Trainer Julian Nagelsmann hatte sein Team perfekt auf die Bayern eingestellt - vielleicht gelingt ihm das erneut. 

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11. Nagelsmanns Bewerbung

Die Qualitäten des Hoffenheimer Trainers sind den Bayern nicht entgangen. Der 29-Jährige hat eine Traumbilanz gegen die Münchner: Sechs Mal spielte er gegen die Bayern und verlor dabei nie (vier Siege, zwei Remis).  Fünf dieser sechs Spiele waren allerdings im U19-Bereich. Im Sommer 2015 wollten die Bayern Nagelsmann deshalb schon als U17-Coach verpflichten. FCB-Präsident Uli Hoeneß brachte Nagelsmann bei SPORT1 kürzlich sogar öffentlich als möglichen Trainer für die Profis ins Spiel. Nagelsmann wäre sicherlich nicht abgeneigt, irgendwann in seine bayerische Heimat zurückzukehren, um dann einen Weltklub zu trainieren. Die beste Bewerbung wäre ein Sieg gegen die Bayern.

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