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Werder Bremen v Hamburger SV - Bundesliga
Der Hamburger SV verlor zehn der 15 Auswärtsspiel in dieser Saison © Getty Images

Der Hamburger SV erleidet im Abstiegskampf einen schweren Rückschlag und muss wieder um den Klassenerhalt zittern. Markus Gisdol findet deutliche Worte.

Zumindest in der Enttäuschung über die Niederlage präsentierten die Spieler des Hamburger SV Einigkeit.

Die Hände in die Hüften gestemmt, beobachteten die Hamburger nach der 1:2-Niederlage im Nordderby wie Werder Bremen mit den eigenen Fans den großen Schritt Richtung Klassenerhalt feierte.

Gisdol schaut nicht auf Tabelle

Dieser droht für den HSV nach der zehnten Auswärtspleite der Saison mehr denn je zu einer Zitterpartie zu werden. Durch die Siege der Konkurrenz aus Mainz und Augsburg schmolz der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf einen Punkt. "Wir schauen nicht auf die Tabelle", entgegnete Trainer Markus Gisdol bei Sky. "Wir haben uns eine ordentliche Ausgangsposition für die letzten Wochen verschafft und wir werden die Sitation komplett lösen."

Allerdings musste auch der 47-Jährige erkennen, dass eine Leistung wie gegen Bremen dafür wohl nicht reichen wird. "Wir haben über das ganze Spiel nicht unsere beste Leistung gebracht. Über mehrere Mannschaftsteile hinweg hat zu vieles nicht gestimmt."

Vor allem die Ausfälle der Toptorjäger Bobby Wood (Knieprobleme) und Nicolai Müller, sowie der des gelbgesperrten Abwehrchefs Kyriakos Papadopoulos wogen schwer. Es ist kein Zufall, dass der HSV weder die drei Spiele ohne Papadopoulos noch die fünf Partien ohne Wood gewinnen konnte.

HSV selbstkritisch: Waren keine Mannschaft

"Es ist nicht ganz einfach", klagte Gisdol über die Personalnot, "aber ich erwarte von unseren Spielern, die reinkommen, dass sie sich so reinhauen, dass man unsere Ausfälle einfach nicht spürt."

Auch Aaron Hunt wurde nach seinem ersten Auftritt an ehemaliger Wirkungsstätte deutlich. "Wir haben es als Mannschaft nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben. Das war zu wenig von uns", sagte Hunt. Kapitän Gotoku Sakai forderte, jeder auf dem Platz müsse mehr Verantwortung übernehmen. Dennis Diekmeier stellte gar fest: "Wir waren keine Mannschaft auf dem Platz."

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Bedenkliche Worte angesichts der bedeutenden Spiele im Abstiegskampf. Angesichts des Restprogramms gegen die direkte Konkurrenz aus Darmstadt (H), Augsburg (A), Mainz (H), Schalke (A) und Wolfsburg (H) hat der HSV den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand. Gegen Schlusslicht SV Darmstadt 98 ist der Bundesliga-Dino aber somit praktisch zum Siegen verdammt. "Da müssen wir wieder anders auftreten. Dann werden wir das Spiel auch gewinnen", glaubt Hunt.

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