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Hermann Gerland wird kommende Saison nicht mehr Co-Trainer der Profis sein
Hermann Gerland hat stellt hohe Anforderungen an den Nachwuchs beim FC Bayern © Getty Images

Der FC Bayern stellt am Mittwoch sein neues Nachwuchsleistungszentrum vor. Hermann Gerland hat klare Vorstellungen, wie die Stars der Zukunft ausschauen sollen.

Hermann Gerland übernimmt die Leitung des neuen Nachwuchsleistungszentrum und wird auf der Suche nach neuen Stars bei Bayern München keine Kompromisse eingehen.

"Ich habe Uli (Hoeneß, d.Red.) gesagt, dass es dauern wird und ich nichts garantieren kann. Aber eines kann ich versprechen: Ich werde Vollgas geben. Und die, die nicht Vollgas geben, haben hier nichts zu suchen. So einfach ist das", sagte der 62-Jährige im Interview mit dem SID.

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Gerland, derzeit noch Assistent von Carlo Ancelotti beim deutschen Meister, wird ab Sommer die sportliche Verantwortung für das rund 70 Millionen Euro teure neue Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Münchner tragen. Bayern-Präsident Hoeneß hatte zuletzt mehrmals betont, dass der Rekordmeister künftig wieder verstärkt Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nach oben führen müsse.

Er verspüre dennoch "keinen Druck", sagte "Tiger" Gerland: "Ich bin jetzt 21 Jahre hier und habe ein bestimmtes Niveau erreicht. Und eines ist sicher: Ich mache mir doch in den letzten Jahren nicht das kaputt, was ich mir aufgebaut habe."

"Die Jungs müssen sich auch benehmen"

Deshalb wird bei den Bayern in der Ausbildung der Talente wieder ein anderer Wind wehen. "Wir brauchen Talente mit Ellbogen und Kanten. Alle müssen den Ball haben wollen. Das Motto ist: Gib dem Gegner keine Zeit zu denken", unterstrich Gerland, der als Entdecker und Förderer von Spielern wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, David Alaba, Holger Badstuber oder Owen Hargreaves gilt.

Wert legt der "Tiger" aber auch auf Disziplin. "Die Jungs müssen sich auch anständig benehmen - auf und außerhalb des Platzes. Wir sind Bayern München und vertreten diesen Verein. Nur zwei Beispiele: Ich sage den Jungs, dass sie die Kabine oder auch den Bus wieder so zu verlassen haben, wie sie ihn vorfinden. Das sind Kleinigkeiten. Da kann einer sagen, das ist Old School, aber Disziplin gehört einfach dazu", sagte er.

Seinen künftigen Job wird Gerland auf jeden Fall nicht am Schreibtisch ausüben: "Nein, ich werde rausgehen und den Jungs zeigen, wie Eins-gegen-Eins gespielt wird. Ich will helfen, Erfolg haben, ausbilden. Ich habe bei Louis van Gaal aufgepasst, bei Pep Guardiola, Jupp Heynckes oder jetzt Carlo Ancelotti."

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