Video

Borussia Dortmund wird sich kurzfristig zur Zukunft von Ousmane Dembele äußern. Trainer Peter Bosz nennt den Fahrplan, Michael Zorc vermeidet eine klare Aussage.

Im Poker um die Zukunft von Ousmane Dembele will Borussia Dortmund offenbar kurzfristig eine Entscheidung treffen.

"Wir werden uns heute Abend zusammensetzen. Morgen früh wird der Verein sagen, was wir machen", sagte Trainer Peter Bosz vor dem Pokalspiel beim 1. FC Rielasingen-Arlen (4:0) im Sky-Interview.

Um was es in der Mitteilung gehen soll - ohne eine veränderte Faktenlage - "erfahrt ihr morgen", sagte Sportdirektor Michael Zorc nach der Partie zu Journalisten. Möglich ist, dass eine Entscheidung über einen Wechsel des 20-Jährigen bekanntgegeben wird. Eventuell wird auch "lediglich" entschieden, ob Dembele suspendiert bleibt.

Bosz blockt Nachfragen ab

Auch Bosz blieb nach dem Spiel eher wortkarg: "Aki Watzke, Michael Zorc und ich - wir drei werden uns heute Abend zusammensetzten. Und morgen früh wird der Verein etwas dazu sagen. Das ist das Einzige, was ich sagen kann. Was ich dazu sagen muss, werde ich heute Abend bei dem Gespräch sagen." Weitere Nachfragen ließ der Trainer auf der Pressekonferenz nicht zu.

Der Franzose hatte am Donnerstag das Training bestreikt und liebäugelt offenbar mit einem Wechsel zum FC Barcelona. Dembele wurde anschließend vom Klub suspendiert und stand beim Pokalspiel nicht im Kader. Zudem wurde eine Geldstrafe gegen das streikende Supertalent verhängt.

"Barcelona ist Dembeles Traum"

Bosz würde einen Wechsel bedauern. "Gute Spieler hat man immer gerne dabei." Das Theater beschäftigt auch den Trainer, gab er zu. "Das ist da, das merkt man. Das ist Fußball heutzutage."

Video

Pierre-Emerick Aubameyang gab einen Einblick in die Gedanken seines Kumpels. "Das ist ein schwieriges Thema. Für den FC Barcelona zu spielen ist immer Ousmanes Traum gewesen. Wir würden uns alle wünschen, dass er bleibt, ich natürlich auch. Aber seit dem Neymar-Transfer ist einfach alles möglich", sagte er in der Sportschau.

Sahin kündigt Gespräch an

Bevor der Teambus um 18.05 Uhr vom Parkplatz des Freiburger Stadions rollte, ließ Mittelfeldspieler Nuri Sahin allerdings durchblicken, dass sich die Profis in die Diskussion einbringen wollen.  "Der Verein hat dazu eine Meldung rausgegeben und die Konsequenzen gezogen, alles andere wird intern geklärt. Es wird von Seiten der Mannschaft auch Gespräche mit Ous geben. Wir werden unsere Sichtweise erläutern."

Video

Ein erstes Angebot des FC Barcelona, die ihren Weltstar Neymar für 222 Millionen Euro an Paris St. Germain verkauft haben, hat der BVB abgelehnt. Es soll sich auf 90 Millionen Euro plus Bonuszahlungen belaufen haben. Die Dortmunder wollen angeblich 130 Millionen für Dembele.

Neben Dembele, der vor einem Jahr für 15 Millionen Euro von Stade Rennes nach Westfalen kam und bis 2021 unter Vertrag steht, buhlt Barca um Philippe Coutinho vom FC Liverpool. Auch der Brasilianer soll weit über 100 Millionen Euro kosten.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel