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VfL Wolfsburg v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Wolfsburg-Trainer Martin Schmidt dirigiert seine Mannschaft gegen Ex-Verein Mainz © Getty Images

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg verpasst es, aus dem Remis gegen Bayern Schwung mitzunehmen. Gegen seinen Ex-Verein Mainz vergibt das neue Team von Martin Schmidt den Sieg.

Immer noch ungeschlagen, aber weiterhin ohne Sieg: Auch gegen seinen Ex-Klub Mainz 05 ist Trainer Martin Schmidt mit dem VfL Wolfsburg der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelungen (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Nach einer schwachen Leistung kamen die Niedersachsen über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus, im dritten Spiel unter dem neuen Coach gab es somit das dritte Remis.

Per Kopf gelang Josuha Guilavogui in der 55. Minute der Führungstreffer. Auch der Ausgleich wurde per Kopfball erzielt, in der 74. Minute überwand Yoshinori Muto VfL-Torhüter Koen Casteels.

In der Nachspielzeit sah der eingewechselte Wolfsburger Paul-Georges Ntep wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.+2) (Tabelle zur Bundesliga).

"Wir haben nach dem Gegentor Mentalität gezeigt, waren hinten raus am Drücker und dem Sieg näher", sagte Mainz-Trainer Sandro Schwarz.

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Sein Gegenüber sah den Punktgewinn positiv. "Über das ganze Spiel gesehen war das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. Wir haben jetzt drei Spiele ohne Niederlage absolviert, das fühlt sich nicht schlecht an", sagte VfL-Trainer Schmidt. 

Er setzt vor allem auf die anstehende WM-Qualifikation, um sich zu verbessern. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns und werden die Länderspielpause dazu nutzen, uns in vielen Bereichen zu verbessern."

Zwei Negativserien setzen sich fort

Wolfsburg wartet seit April auf einen Erfolg vor eigenem Publikum. Aber auch die Negativserie der Gäste setzte sich fort, der letzte Mainzer Dreier auf fremdem Platz gelang im Februar. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

Trotzdem sahen die Mainzer eine Verbesserung. "Wir sind noch lange nicht zufrieden mit der Punktausbeute, aber der aktuelle Trend stimmt", fand Mainz-Kapitän Stefan Bell. 

Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder lobte die Mannschaft: "Ein absolut verdienter Punkt. Für ein Auswärtsspiel war das sehr spielbestimmend von uns."

Das zeigte sich vor allem in der ersten Hälfte, in der die Mainzer das eindeutig aktivere Team waren. In der 16. Minute strich ein Schuss von Danny Latza knapp über die Querlatte, in der 25. Minute scheiterte Muto aus kurzer Distanz an Casteels.

Der Ex-Mainzer Yunus Malli hatte in der 39. Minute die Chance zur Führung für den VfL, verfehlte aber knapp das Mainzer Tor.

Wie schon in den Vorwochen wurde der verletzte Mario Gomez bei den Gastgebern schmerzlich vermisst. Der Nationalspieler ist wegen eines Bänderanrisses im Sprunggelenk noch nicht wieder einsatzfähig und verfolgte die Partie von der Tribüne aus. Zudem musste U21-Europameister Maximilian Arnold wegen eines Infektes kurzfristig passen.

Mainz ohne große Probleme

Klug dirigiert von Mannschaftskapitän Bell hatte Mainz lange Zeit wenig Mühe, die schematisch vorgetragenen Attacken des VfL abzuwehren. Besonders enttäuschend auf beiden Seiten war das schnelle Umschaltspiel, fast jede Konterattacke endete mit einem Fehlpass ins Nichts.

Mit mehr Offensivdrang kamen die Platzherren dann aus der Kabine, sieben Minuten nach Wiederbeginn erstarb den 24.352 Zuschauern der Torschrei auf den Lippen: Stoßstürmer Divock Origi verzog knapp. 120 Sekunden später durften die Besucher den Jubel dann nachholen, als Guilavogui traf.

Der Treffer belebte die bis dahin träge dahinplätschernde Partie. Beide Teams gingen mehr ins Risiko und die Zahl der Strafraumaktionen schnellte nach oben. Dabei war VfL-Keeper Casteels mehrfach gefordert, dann aber gegen den platzierten Kopfball von Muto machtlos.

"Mit etwas mehr Konsequenz hätten es heute auch drei Punkte sein können", befand Mainz-Trainer Schwarz. 

Mainz glaubt kurz an Siegchance

Mainz hatte in der 88. Minute sogar noch die Hoffnung, drei Punkte aus Wolfsburg mitzunehmen. Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte nach einem Foul von Paul-Georges Ntep an Karim Onisiwo direkt auf den Punkt - doch nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten revidierte er seine Entscheidung. 

Das Foul war vor der Straufraumlinie erfolgt, es gab nur Freistoß. 

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