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Horst Köppel (r.) war 1994/95 bei Eintracht Frankfurt der Co-Trainer von Jupp Heynckes © SPORT1-Grafik: Davina Knigge/Getty Images/Imago

München - Jupp Heynckes soll den FC Bayern zurück in die Erfolgsspur bringen. Sein früherer Weggefährte Horst Köppel ist begeistert von dem Comeback. Bei SPORT1 nennt er Heynckes' Vorzüge.

Jupp Heynckes hat viele Freunde im Fußball. Einer seiner langjährigen Weggefährten ist Horst Köppel. Der frühere Gladbacher Coach zeigt sich bei SPORT1 begeistert von Heynckes' Comeback beim FC Bayern

"Ich finde das sensationell. Er wird bei den Bayern geliebt und der Klub weiß, was er an ihm hat", sagt Köppel. Der 69-Jährige spielte einst sechs Jahre lang gemeinsam mit Heynckes für Borussia Mönchengladbach. In der Saison 1994/95 war er bei Eintracht Frankfurt dessen Co-Trainer.

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Für Köppel ist Heynckes in der momentanen Situation die Ideallösung für die Münchner: "Er hat bei Bayern immer großartige Arbeit geleistet."

"Jupp hätte nie Nein gesagt zu Uli"

Köppel hegt keine Zweifel, dass Heynckes' Mission beim Rekordmeister erfolgreich sein wird: "Durch seine Erfahrung weiß Jupp ganz genau, was zu tun ist. Die Mannschaft war zuletzt unter Ancelotti sehr verunsichert. Das wird mit Jupp nicht passieren, unter ihm gibt es wieder Ruhe."

Der größte Trumpf von Heynckes ist laut Köppel dessen Sachverstand. "Man nimmt Jupp alles ab, wenn er über Fußball spricht. Wenn er etwas sagt, glaubt das jeder. Da kann man ihn vergleichen mit Franz Beckenbauer." Auch deshalb hat sich Präsident Uli Hoeneß für die insgesamt vierte Ära von Heynckes in München stark gemacht. "Jupp hätte nie Nein gesagt zum Uli", glaubt Köppel. 

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Keine Verwendung, so scheint es momentan zumindest, hat Heynckes für den bisherigen Co-Trainer Willy Sagnol, der Bayern nach Ancelottis Entlassung in Berlin noch als Interimstrainer betreut hatte. Stattdessen setzt Heynckes bei seinem Comeback auf sein bewährtes Team um Peter Hermann und Hermann Gerland.

Kein Platz für Sagnol

"Jupp arbeitet gerne mit den Leuten zusammen, denen er vertraut. Das ist ganz wichtig für ihn", erklärt Köppel. "Willy Sagnol kennt er nicht und weiß nicht, wie er arbeitet. Jupp holt lieber seine alten Kumpels. Da weiß er, was er hat. Und er geht auch keine Kompromisse ein." 2013 gewann Heynckes mit Hermann und Gerland an seiner Seite das Triple.

Für den ganz großen Wurf wird es in dieser Saison nach Köppels Einschätzung aber nicht reichen. "Jupp wird nicht das Triple wiederholen können. In der Champions League wird es schwer, aber die Meisterschaft ist mit ihm sicher noch drin, auch der Pokalgewinn wäre möglich", sagt er.

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