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Marcel Sabitzer trumpft bei RB Leipzig stark auf
Marcel Sabitzer trumpft bei RB Leipzig stark auf © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock

München - Marcel Sabitzer trumpft bei RB Leipzig stark auf. Bei SPORT1 spricht er über Leipzigs Entwicklung, das Pokal-Drama und die Sehnsucht nach dem ersten Sieg gegen die Bayern.

Mit RB Leipzig werden in der Regel vor allem drei Namen verbunden: Nationalstürmer Timo Werner, Trainer Ralph Hasenhüttl und Sportchef Ralf Rangnick. Doch auch Marcel Sabitzer trumpft bei RB stark auf.

Der 23 Jahre alte Österreicher war 2015 von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselt und hat sich seitdem immer mehr zu einem Leistungsträger gemausert. Die rasende Entwicklung des Rechtsaußens spiegelt die rasende Entwicklung seines Klubs wider.

Nach dem Pokalfight gegen den FC Bayern kommt es am Samstag erneut zum Duell RB gegen den Rekordmeister, diesmal am Samstag in München (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER).

Vorher spricht Sabitzer im SPORT1-Interview über seinen Lauf, den Vormarsch der Roten Bullen und das erneute Duell mit dem FCB. 

SPORT1: Herr Sabitzer, wie hat sich das Selbstverständnis von RB verändert? Das Pokalspiel hat den Klub trotz der Niederlage sicher einen Schritt nach vorne gebracht.

Marcel Sabitzer: Selbstverständnis würde ich das nicht nennen. Wir wissen nach wie vor, wo wir herkommen und genauso gut wissen wir auch, dass wir für unsere Erfolge jeden Tag richtig hart arbeiten und Aufwand betreiben müssen. Unsere Lernkurve ist in kurzer Zeit sehr schnell angestiegen, wir sind durch die höheren Anforderungen und durch die neuen Erfahrungen einfach etwas routinierter und reifer geworden. Mit dem Pokalspiel haben wir sportlich sicher den nächsten Schritt gemacht und uns dadurch bei einigen bestimmt auch Respekt und Anerkennung erspielt.

SPORT1: Sie haben in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils 32 Spiele absolviert und in der aktuellen Saison neun. Warum sind Sie so wertvoll für RB Leipzig?

Sabitzer: Ich gebe immer alles von der ersten bis zur letzten Sekunde, vor allem will ich immer gewinnen. Ich glaube, dass ich die Mannschaft mit meinen Stärken auf dem Platz mitziehen und pushen kann. Zudem bin ich offensiv flexibel einsetzbar und bringe recht konstant meine Leistung, der Trainer und die Mannschaft können sich auf mich verlassen. Das ist gerade in Zeiten der Mehrfachbelastung sicher ein großer Vorteil.                                         

SPORT1: Inwiefern haben Sie sich unter Ralph Hasenhüttl noch einmal einen Schritt weiterentwickelt?

Sabitzer: Ich bin sicher handlungsschneller geworden, auch durch noch höheren Gegnerdruck. Aber wir sind als ganze Mannschaft taktisch flexibler geworden, brauchen insbesondere im Ballbesitz mehr Lösungen, weil die Gegner inzwischen meist tiefer stehen gegen uns. Durch das höhere Niveau in der Bundesliga und jetzt auch in der Champions League reift man als Persönlichkeit und Sportler natürlich auch noch mal und sammelt wichtige Erfahrung.             

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SPORT1: Auch langfristig bei RB? Sie haben Ihren Vertrag noch nicht verlängert.

Sabitzer: Wir sind in Gesprächen, aber ich habe noch bis 2021 einen Vertrag. Darum haben weder der Verein noch ich irgendeinen Zeitdruck. Die nächsten Wochen werden intensiv und wichtig genug, nur darauf liegt jetzt mein Fokus.

SPORT1: Wie haben Sie sich eigentlich in den Jahren bei RB mit dem Klub verändert?

Sabitzer: Wie schon gesagt: Ich habe mich sowohl persönlich als auch sportlich gut weiterentwickelt, so wie der ganze Verein und die gesamte Mannschaft. Wir haben den Kern des jetzigen Teams schon in der 2. Liga beisammen gehabt, das prägt auch den Team-Spirit. Die Philosophie des Klubs passt einfach sehr gut zu mir, ich bin sehr professionell - bei RB hast du einfach in jeder Hinsicht super Bedingungen dich weiterzuentwickeln. Das war der Grund, weshalb ich hergekommen bin. Wir spielen jetzt Bundesliga und Champions League und sind auf einem guten Weg.

SPORT1: Der Weg führt am Samstag nach München. Warum muss sich der FC Bayern warm anziehen?                                 

Sabitzer: Wir haben im Pokalspiel gezeigt, was wir draufhaben, wir haben einen riesigen Fight hingelegt. Wir haben am Mittwoch gesehen, dass wir dagegenhalten und die Bayern vor große Probleme stellen können. Das Spiel hätte ebenso gut für uns ausgehen können. Ohne den Platzverweis gegen uns wäre die Partie vielleicht anders verlaufen, aber wir schauen jetzt nach vorne Richtung Samstag. Wir werden alles daran setzen dort was mitzunehmen - dafür brauchen wir aber wieder eine optimale Leistung.

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