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Trinidad & Tobago v United States  - FIFA 2018 World Cup Qualifier
Christian Pulisic hat schwierige Wochen hinter sich © Getty Images

Christian Pulisic hat nicht nur schwierige Wochen mit Borussia Dortmund hinter sich. In einem emotionalen Brief greift er das WM-Aus mit den USA auf.

Man könnte sagen, Christian Pulisic lebt seinen Traum. Wer kann schon von sich behaupten, mit 19 Jahren Stammspieler bei Borussia Dortmund in der Bundesliga zu sein? 

Dass die Karriere eines Profifußballers neben Höhen aber auch Tiefen mit sich bringt, erfährt Pulisic gerade am eigenen Leib. Die Krise des BVB mit nur zwei Siegen aus den letzten sieben Pflichtspielen ist für den Shootingstar dabei nur das geringere Übel.

Pulisic hat vor allem mit der verpassten WM-Teilnahme mit den USA zu kämpfen. "Ich werde nicht lügen. Der letzte Monat hat mich sehr deprimiert", schreibt er in einem offenen Brief auf der US-amerikanischen Plattform The Player's Tribune.

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"Fühlt sich wie ein ganzes Leben an"

Die US-Boys hatten das Ticket nach Russland am letzten Spieltag der Qualifikation Anfang Oktober mit einer überraschenden 1:2-Pleite auf Trinidad und Tobago noch verspielt. Pulisic, der große Hoffnungsträger der stolzen Amerikaner, konnte das Debakel nicht abwenden.

"Der Gedanke daran, jetzt vier Jahre warten zu müssen, ist verdammt hart. Vier Jahre. Das fühlt sich wie ein ganzes Leben an. Im Fußball können sich schon vier Wochen wie ein ganzes Leben anfühlen. Schaut euch doch meine letzten vier Wochen an", meint Pulisic und zählt neben dem Fiasko der USA auch die Pleiten-Serie der Dortmunder mit dem 1:3 im Topspiel gegen den FC Bayern auf.

"Für einen Typen wie mich, der vom Gewinnen besessen ist, habe ich zuletzt ziemlich oft verloren", hält er fest und macht deutlich, wie viel Ehrgeiz in ihm steckt: "Mein ganzes Leben über war ich besessen vom Gewinnen. Egal bei was - beim Basketball-Spielen mit meinem Vater, beim Spielen als Kind, bei FIFA mit Freunden oder einem Match mit Borussia Dortmund."

© iM Football

Ehrgeiz als Schlüssel zum Erfolg

Aus diesem Grund will Pulisic das erste große Tief seiner Karriere so schnell wie möglich hinter sich lassen. Zunächst mit Dortmund und auf lange Sicht hin auch mit seinem Nationalteam.

"Ich bin genauso besessen vom Gewinnen wie vorher. Es hat sich nichts an meiner Einstellung geändert. Und ich werde davon besessen sein, meinen Teil dazu beizutragen, damit der US-Fußball die Kurve kriegt", lautet sein Versprechen.

Dass er die Wende ganz allein aber auch nicht schaffen kann, ist sich Pulisic bewusst. Deshalb appelliert er an junge Spieler, hart an sich zu arbeiten: "Ich bin kein Wunderkind. Ich habe auch hart für meine Ziele gekämpft, mich aufgeopfert. Das ist wichtig."

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