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Martin Stranzl und Roman Weidenfeller überzeugen auch im hohen Fußballalter noch mit Leistung © Grafik: SPORT1/Gabriel Fehlandt/Imago

München - Bundesliga-Spieler werden im Schnitt immer jünger. Doch die Erfahrung älterer Spieler ist weiterhin wertvoll.

Erfahrung ist bei dem rasanten Fußballtempo von heute nicht zu unterschätzen. Das Spiel wird zwar immer schneller und die Spieler von Jahr zu Jahr jünger, doch die über Jahre einverleibten Kenntnisse bei den älteren Zeitgenossen ist für die Teams der Bundesliga von unschätzbarem Wert.

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Den neuen Bundesliga Manager von SPORT1 jetzt spielen - auf das Bild klicken © SPORT1

Die jungen Spieler sind meistens noch nicht in ihrer ganzen Persönlichkeit ausgereift und profitieren von der Reife der älteren Spieler, die sie führen und ihnen jeweils mit ihrem Erfahrungsvermögen als Leitfiguren zur Seite stehen.

Meistens finden sich die in der letzten Phase ihrer aktiven Karriere befindenden "Alten Hasen" auf einer defensiven Position wieder.

SPORT1 stellt routinierte Spieler vor, die noch immer im Bundesliga-Alltag mitmischen und für den Kauf beim Bundesliga Manager von SPORT1 in Frage kommen.

Martin Stranzl spielt seit 2011 für Borussia Mönchengladbach
Martin Stranzl spielt seit 2011 für Borussia Mönchengladbach © Getty Images

Martin Stranzl: Der Vertrag des 35-Jährigen bei Borussia Mönchengladbach läuft noch bis 2016. Eigentlich hatte der ehemalige österreichische Nationalspieler sein Karriereende schon für 2012 geplant und sich um seinen Hof im Burgenland kümmern wollen. Doch sein Körper ist zäher, als er dachte, und seine Auftritte auf dem Feld stehen exemplarisch für den Gladbacher Erfolg: Konstanter Leistungsabruf, solide und mannschaftsdienliche Spielweise; unaufgeregt werden die guten Ergebnisse zur Kenntnis genommen und weiter akribisch an der Vermeidung kleinerer Fehler gearbeitet.

Sein Marktwert beläuft sich aktuell auf 6.721.000 – wirft man einen Blick auf seine Statistikwerte, ist er ein absolutes Schnäppchen: In der abgelaufenen Saison holte er im Schnitt 4,37 Punkte in 19 Spielen. Mit seinem starken Kopfballspiel ist er zudem prädestiniert für viele Bonuspunkte.

Jaroslav Drobny ist tschechischer Nationalspieler © Getty Images

Jaroslav Drobny: Nach seiner Schultereckgelenksprengung im Trainingslager des Hamburger SV in Schleswig-Holstein fällt der Tscheche zunächst noch aus. In die letzte Spielzeit ging er zu Beginn als zweiter Sieger im Kampf um die Nummer eins im Hamburger Kasten hervor. Doch schon am 3. Spieltag löste der 35-Jährige unter Trainer Mirko Slomka Rene Adler als HSV-Stammtorwart ab. So weit so gut. Als er am 25. Spieltag gegen Hoffenheim jedoch mit Rot vom Feld musste, war dies erst einmal sein bis dato letztes Spiel.

Denn sowohl Interimstrainer Peter Knäbel als auch der aktuelle HSV-Coach Bruno Labbadia schenkten jeweils Adler das Vertrauen. Im Schnitt kassierte jedoch Adler mit 1,7 Toren pro Spiel mehr Gegentreffer als Drobny: 1,3 Treffer pro Spiel. Zu Beginn der neuen Saison sollte man nicht auf Drobny setzen, besonders da er die Vorbereitung nicht mit absolvieren konnte. Für den weiteren Saisonverlauf jedoch, sollten die User des Bundesliga Managers von SPORT1 ihn im Auge behalten.

Umstrittene Personalie: Emir Spahic ist des Öfteren wegen seines rüpelhaften Verhaltens aufgefallen
Umstrittene Personalie: Emir Spahic ist des Öfteren wegen seines rüpelhaften Verhaltens aufgefallen © Getty Images

Emir Spahic: Der neue Mitspieler von Drobny fiel zuletzt unrühmlich auf, als er bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehend in ein Handgemenge mit Ordnungshütern von Bayer verstrickt war. Aufgrund dieses Vorkommnisses wurde er bei dem Werksklub entlassen und nun vom Hamburger SV verpflichtet. Sportlich ist der 34-Jährige ein Abwehrrecke, vor dem sich Gegenspieler fürchten.

Hamburgs Sportdirektor Peter Knäbel hofft auf eine Signalwirkung durch die Verpflichtung des Nationalspielers von Bosnien und Herzegowina: "Emir kann dank seiner Erfahrung, seiner sportlichen Qualität und seiner Präsenz auf dem Platz zu einem wichtigen Führungsspieler unserer Mannschaft werden. Zudem kann er gerade auch für unsere jüngeren Spieler eine sportliche Orientierung sein, sie lenken und dabei fördern."

Bis zu seiner handgreiflichen Auseinandersetzung war der Bosnier Stammspieler in Leverkusen, ist ein Wagnis des HSV, bringt aber die nötige Stabilität in die Abwehrreihe, die ein gutes Defensiv-Gefüge ausmacht.

Roman Weidenfeller ist Weltmeister
Roman Weidenfeller ist Weltmeister © Getty Images

Roman Weidenfeller: Der Platz des langjährigen Stammtorwarts bei Borussia Dortmund hat unter Jürgen Klopp zu Ende dessen Ära zu wackeln begonnen. Mit der Verpflichtung von seinem Namensvetter Roman Bürki vom SC Freiburg verstärkte sich das Beben nur noch mehr. Sein zehn Jahre jüngerer Konkurrent ist mit Freiburg zwar abgestiegen, hat aber selbst mit seinen zahlreichen Paraden beeindruckt. Weidenfeller blieb entspannt.

Immer wieder wurde und wird der Weltmeister mit anderen Klubs in Verbindung gebracht – mit dem Ergebnis, dass Weidenfeller noch Borusse ist. Weidenfeller blieb und bleibt entspannt. Stattliche 6.027.000 lautet Weidenfellers aktueller Marktwert. Bei 32 Gegentoren in 25 Partien bekommt er im Schnitt 1,3 Gegentreffer pro Spiel – Bürki 1,4. Weidenfellers Entspanntheit ist womöglich sein größter Trumpf im Kampf um den Platz im Dortmunder Kasten.

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