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Der neue und der ehemalige Keeper beim BVB: Roman Bürki (l.) und Mitchell Langerak
Der neue und der ehemalige Keeper beim BVB: Roman Bürki (l.) und Mitchell Langerak © Grafik SPORT1: Gabriel Fehlandt/ Getty

München - Eine Reihe von Torhütern machen sich auf den Weg zu neuen Klubs. Viele wechseln innerhalb der Bundesliga - daraus ergeben sich knifflige Konstellationen.

Auf der wichtigen Position im Tor haben sich in der Bundesliga vor der neuen Saison einige brisante Konstellationen ergeben.

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Den neuen Bundesliga Manager von SPORT1 jetzt spielen - auf das Bild klicken © SPORT1

Den kniffligsten Torhüterduellen um die Nummer eins in ihrem Verein wird hier auf den Grund gegangen und eine Stammplatzprognose gewagt, auch damit es beim Bundesliga Manager von SPORT1 zu keinem bösen Erwachen kommt.

Generationen-Duell

Zwei Nationalspieler kämpfen um den Stammplatz im BVB-Tor: Roman Bürki (l.) und Roman Weidenfeller
Zwei Nationalspieler kämpfen um den Stammplatz im BVB-Tor: Roman Bürki (l.) und Roman Weidenfeller © imago

Roman Weidenfeller contra Roman Bürki: Wer hier wen herausfordert, ist nicht ganz klar. Weidenfeller ist zwar langjähriger Stammtorwart bei Borussia Dortmund, doch schon unter Ex-Trainer Jürgen Klopp war der amtierende Weltmeister gegen Ende des Kloppschen Zeitalters immer mal wieder zur Nummer zwei degradiert worden. Doch mit dem neuen Trainer Thomas Tuchel und dem Wechsel von Mitchell Langerak zum VfB Stuttgart ist Weidenfeller wieder zum stolzen Platzhirsch mutiert.

Als Favorit auf den Stammplatz im Dortmunder Kasten gilt aber Neuzugang Roman Bürki. Der Vorteil des zehn Jahre jüngeren Kontrahenten von Weidenfeller ist seine moderne Interpretation des Torwartspiels. Der Schweizer Nationalspieler agiert offensiv mit Mut zum Risiko. Thomas Tuchel indes lässt sich nicht in die Karten schauen,  gibt beiden zu gleichen Teilen Einsätze in den Test- als auch in den Pflichtspielen, äußert sich neutral und lobt seine beiden Torhüter im Gleichklang.

SPORT1-Prognose: BVB-Trainer Tuchel ist ein junger Trainer und bevorzugt einen mitspielenden Torwart. Deswegen wird Bürki die neue Nummer eins und Weidenfeller bekommt im DFB-Pokal sowie der UEFA Europa League Spielpraxis.

Fitness als entscheidender Faktor

Dank des parierten Elfmeters von Felix Wiedwald im Finale gegen Valencia gewinnt Werder Bremen das Blitzturnier in Salzburg-Final  - Audi Quattro Cup 2015
Dank des parierten Elfmeters von Felix Wiedwald im Finale gegen Valencia gewinnt Werder Bremen das Blitzturnier in Salzburg © Getty Images

Felix Wiedwald contra Raphael Wolf: Ein Kindheitstraum könnte für Felix Wiedwald in Erfüllung gehen. Der von Eintracht Frankfurt zu Werder Bremen gewechselte Torhüter ist seit Kindheitstagen Werder-Fan, stand in der Ostkurve und träumte von einer Karriere als Profi-Fußballer im Werder Trikot. Seine Chancen auf die Nummer eins bei Werder stehen gut: Unter Trainer Viktor Skripnik spielte er schon in Bremens U18, wechselte dann aber aufgrund mangelnder Perspektive. Jetzt ist er zurück.

Zudem ist sein Rivale noch außer Gefecht gesetzt, hat eine Operation an der Hüfte hinter sich und liegt in Sachen Fitness im Hintertreffen gegenüber Neuzugang Wiedwald. Während Wiedwald im Kreise der Mannschaft trainierte, reichte es für Wolf nur zu individuellen Rehamaßnahmen. Außerdem verlor Wolf seinen Stammplatz schon gegen Ende der vergangenen Saison an den mittlerweile zu Wolfsburg gewechselten Koen Casteels.

SPORT1-Prognose: Wolf hat zwar mit 48 deutlich mehr Bundesliga-Spiele als Wiedwald mit deren elf vorzuweisen, aber da Wolf den größten Teil der Vorbereitung verpasst, wird Bremen mit Wiedwald als Nummer eins in die Saison starten.

Neuzugänge auf Ulreichs Spuren

Mit Przemyslaw Tyton als Schlussmann gewinnt der VfB Stuttgart das Testspiel gegen Manchester City
Mit Przemyslaw Tyton als Schlussmann gewinnt der VfB Stuttgart das Testspiel gegen Manchester City © Getty Images

Przemyslaw Tyton contra Mitchell Langerak: Nach dem überraschenden Wechsel von Sven Ulreich, der langjährigen Nummer eins beim VfB Stuttgart, zu Bayern München, verpflichteten die Schwaben Przemyslaw Tyton vom niederländischen Meister PSV Eindhoven als Nachfolger. Kurz darauf wurde dann noch einmal auf der Torhüterposition nachgelegt: Mitchell Langerak kam von Liga-Konkurrent Borussia Dortmund.

Wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel steht Langerak jedoch aller Voraussicht nach den Schwaben zum Saisonauftakt nicht zur Verfügung. Beide Torhüter haben den Anspruch, Stammtorhüter beim VfB zu werden. Langerak löste beim BVB Weltmeister Roman Weidenfeller zweitweise als Nummer eins ab, aber nicht endgültig. Der 28-Jährige Tyton war von Eindhoven an den FC Elche ausgeliehen und war für die Spanier in 32 Spielen ein sicherer Rückhalt.

SPORT1-Prognose: Wie auch bei Bremen entscheidet beim VfB die körperliche Verfassung der Konkurrenten den Ausgang um den Platz im Tor. Aufgrund der Verletzung von Langerak wird der polnische Neuzugang Tyton beim Saisonauftakt gegen Köln für die Stuttgarter das Tor hüten. 

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