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Leverkusens Giulio Donati gab in der Partie gegen Zenit den Türöffner
Leverkusens Giulio Donati gab in der Partie gegen Zenit den Türöffner

Leverkusen - Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang sichert sich Leverkusen den Sieg gegen Zenit. Wendell trumpft auf und fliegt.

Bayer Leverkusen ist durch einen beherzten Auftritt dem Achtelfinale in der Champions League einen großen Schritt näher gekommen.

Beim verdienten 2:0 (0:0) gegen den russischen Tabellenführer Zenit St. Petersburg gelang der Werkself ihr zweiter Sieg in der Gruppe C, wodurch sie sich vor der zweiten Hälfte der Gruppenphase mit sechs Punkten eine sehr gute Ausgangsposition verschaffte.

Giulio Donati (58.) und Kyriakos Papadopoulos (63.) sorgten mit einem Doppelschlag nach der Pause dafür, dass Bayer weiter vom Einzug in die nächste Runde träumen darf.

Wenig Akzente in der Offensive

In 14 Tagen kann das Team von Trainer Roger Schmidt im Rückspiel in St. Petersburg weitere wichtige Zähler sammeln, um das erste Etappenziel in der Königsklasse zu erreichen. Dort wird Bayer jedoch der Brasilianer Wendell fehlen, der in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte sah.

Leverkusens Trainer Roger Schmidt war mit seiner Mannschaft zufrieden: "Es war ein sehr schwieriges und kampfbetontes Spiel. Der Schlüssel lag sicher darin, dass wir sehr geschlossen, sehr diszipliniert waren und selbst Akzente gesetzt haben."

Mittelfeldspieler Lars Bender meinte: "Das 1:0 war wie eine Erlösung."

Vor 27.254 Zuschauern war Bayer von Beginn an die aktivere Mannschaft, konnte gegen die gut gestaffelte Defensive der Gäste aber zunächst keine klaren Chancen herausarbeiten.

Heung-Min Son, Giulio Donati oder auch Nationalspieler Karim Bellarabi tauchten zwar jeweils vor dem Tor von Juri Lodigin auf, in Verlegenheit konnten sie den Zenit-Torwart aber nicht bringen.

Zwei dicke Chancen vor der Pause

Erst kurz vor der Pause musste der Gäste-Keeper bei einem Schuss von Son (40.) reflexartig mit dem Fuß retten, ehe er bei einem Kopfball von Hakan Calhanoglu wenige Sekunden später sein ganzes Können unter Beweis stellte. Nach einem platzierten Kopfball des türkischen Nationalspielers war der russische Nationaltorwart zur Stelle.

Auf der anderen Seite wurde Bernd Leno im Tor der Leverkusener vor der Pause nicht sonderlich geprüft. Der venezolanische Torjäger Jose Rondon und der brasilianische Superstar Hulk deuteten zwar einige Male ihre Klasse an, so richtig gefährlich wurde es im Leverkusener Strafraum aber nicht.

Schneller Doppelpack nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bayer den Druck und wurde nach einer knappen Stunde belohnt.

Nach guter Vorarbeit von Calhanoglu gelang dem Italiener Donati mit einem präzisen Schuss sein erstes Tor in der Champions League.

Nur fünf Minuten später konnte sich der zuvor eingewechselte Papadopoulos ebenfalls erstmals als Torschütze in der Königsklasse auszeichnen, als er nach einem gefühlvollen Freistoß von Calhanoglu mit dem Kopf zur Stelle war.

Mit der 2:0-Führung im Rücken brachte Bayer den Sieg abgeklärt über die Zeit.

Licht und Schatten bei Calhanoglu

Leverkusens Trainer Roger Schmidt hatte im Gegensatz zum 3:3 der Werkself am Samstag beim VfB Stuttgart, als Bayer eine 3:0-Führung verspielt hatte, drei Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen.

Auf der rechten Seite der Viererkette spielte Donati für Robero Hilbert, auf der linken Seite Wendell für Tin Jedvaj. Zudem kehrte der zuletzt angeschlagene Nationalspieler Lars Bender ins defensive Mittelfeld zurück, sodass Calhanoglu wieder in die Mittelfeldzentrale rücken konnte.

Calhanoglu, von dem vor der Pause bis auf seinen Kopfball wenig zu sehen war, machte nach der Pause den Unterschied aus.

Der türkische Nationalspieler überzeugte nicht nur als Vorlagengeber, sondern lenkte auch ansonsten das Spiel der Leverkusener mit viel Übersicht. Calhanoglu war denn auch neben Son und dem starken Wendell bester Leverkusener.

Kießling auf verlorenem Posten

Stefan Kießling, der in der Saison 2007/08 das Viertelfinalaus von Bayer im UEFA-Cup gegen Zenit als einer von noch drei aktuellen Bayer-Profis miterlebt hatte, stand dagegen zumeist auf verlorenem Posten.

Bei den Russen, die in dieser Champions-League-Saison ihre ersten Gegentore kassierten, gefielen der Spanier Javi Garcia und der belgische Nationalspieler Axel Witsel.

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