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Erdal Keser spielte von 1980 bis 1984 sowie in der Saison 1986/87 für Borussia Dortmund

Für Borussia Dortmund dient die Champions League momentan dem Frustabbau. In der Bundesliga hechelt der Vizemeister den Ansprüchen hinterher, verlor zuletzt vier von fünf Spielen. Dafür ist die Bilanz in der Königsklasse makellos.

Zwei Spiele, sechs Punkte, 5:0 Tore - die Borussen nehmen schnurstracks Kurs auf das Achtelfinale. Gewinnt Jürgen Klopps Team auch bei Galatasaray Istanbul (ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER ), dann können sie Zusatzeinnahmen aus der K.o.-Runde fast schon einkalkulieren.

Erdal Keser gönnt seinem ehemaligen Klub die Daumen für das Weiterkommen. Doch in Istanbul zählt für ihn nur ein Sieg der Türken.

Schließlich ist der Ex-Borusse nun Sportlicher Leiter bei Galatasaray. "Für mich ist das Spiel eine Herzensangelegenheit. Ich bin aber Angestellter von Galatasaray und will, dass meine Mannschaft gewinnt", sagt Keser, der in den Achtzigerjahren 106 Bundesligaspiele für den BVB bestritten hat, zu SPORT1.

Die aktuellen Bundesliga-Probleme der Dortmunder sind für ihn kein Maßstab. "Was Dortmund bis jetzt in der Champions League geleistet hat, ist außergewöhnlich. Die Mannschaft hat Arsenal zuletzt ja eine richtige Lehrstunde gegeben", betont der 53-Jährige.

Keser sieht in dem Duell für seine Klubs Chancen zur Rehabilitation. "Bei Galatasaray geht es um die Champions League, bei Dortmund um die Nicht-Leistungen in der Bundesliga", sagt er.

Dass sein Team erst einen Punkt geholt hat, begründet Keser mit dem Neuaufbau. Routinier Didier Drogba ist nicht mehr da, dafür kamen neue Spieler wie Blerim Dzemaili oder Goran Pandev (beide SSC Neapel).

"Die Mannschaft ist in der Findungsphase. Jetzt geht es aber langsam nach oben", erklärt Keser. Zuletzt gewann Galatsasaray mit 2:1 gegen Fenerbahce - Topstar Wesley Sneijder erzielte beide Tore gegen den Stadtrivalen.

Erik Durm kann den Niederländer nicht stoppen. Dortmunds Linksverteidiger musste wegen einer Verletzung im linken Oberschenkel auf die Reise an den Bosporus verzichten.

Trotz dieses Ausfalls zählt für Michael Zorc nur ein Sieg.

"Es geht darum, unsere sehr gute Ausgangssituation in der Champions League zu festigen", sagte der BVB-Sportdirektor vor dem Abflug nach Istanbul: "Vielleicht können wir mit einem guten Ergebnis und einem guten Spiel Rückenwind mit nach Hause nehmen."

Zorcs alter Teamkollege Erdal Keser hat eine andere Sicht.

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